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#16 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von bakunicus 27.12.2011 17:03

ich jedenfalls will wissen warum ich soviel leiden muß.
und wie ich das in zukunft verhindern kann.

ich will wissen wie man es besser macht, anstatt mich in überheblichkeit selbstzuleugnen aus lauter frust, aus lauter unverstanden wissen als anklage ...

gruß lf

#17 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von marietta 27.12.2011 17:07

... schwierige Fragestellung, oder??

... ich kenne zwei Paare, beide über 70, die seit über 50 Jahren zusammen sind
... durch dick und dünn gegangen sind
... immer noch nebeneinander einschlafen und auch aufwachen
... wenn man die fragt, und ich dürfte das
... antworten beide Paare: *... wir haben nicht aufgehört, uns zu lieben!*
... beneidenswert!!
... und damit kommen wir wieder zum Anfang
... wo fängt Liebe an und wann endet sie??

#18 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von bakunicus 27.12.2011 17:12

liebe fängt an bei biologischer attraktion, geht über in den alltag und banalität, und beweist sich in echter hilfsbereitschaft die große opfer kostet.
in echter loyalität ...

und ist niemals versprechen bis an das lebensende, bis dass der tod euch scheidet.
das ist humbug; das kann man am ende des lebens feststellen, aber nicht am anfang der ehe glaubhaft versichern.

gruß lf

#19 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von marietta 27.12.2011 17:20

... ich schreibe nicht von den langen Ehen, die als Zweckgemeinschaft bestehen
... ich spreche von zwei Ehen, wo die Partner noch nach mehr als 50 Jahren liebevoll miteinander umgehen
... sich zärtlich aneinander schmiegen können
... sich kurz, auch im Beisein von anderen berühren
... sich nur anschauen müssen, um zu sehen, dass sie einer Meinung sind

... bei denen ich weiß, wenn einer von ihnen stirbt, dann wird der andere nicht lange brauchen
... um zu folgen, ohne dass er aktiv das eigene Ende beschleunigend anstreben wird

... was ist mit Worten wie:
... Verstehen
... Vertrauen
... Rücksichtnahme
... Kompromiss
... Treue

#20 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von Don M. Tingly 27.12.2011 17:21

Zitat von laubfrosch
ich jedenfalls will wissen warum ich soviel leiden muß.
und wie ich das in zukunft verhindern kann.

ich will wissen wie man es besser macht, anstatt mich in überheblichkeit selbstzuleugnen aus lauter frust, aus lauter unverstanden wissen als anklage ...

gruß lf



ein buddhist würde sagen, du leidest, weil du anhaftest; und zwar anhaftest an des gefühl "ich liebe". ob dieses gefühl erhalten bleibt oder nicht, liegt aber nicht in deiner macht. gefühle sind demnach energien, auf deren erscheinen und verschwinden so viele umstände einwirken, dass es unmöglich wird, es bewusst zu beeinflussen, ja auch nur die wirkungen vorherzusagen (ein bisschen wie das wetter).
das leiden verschwindet, wenn das anhaften aufhört. will sagen: du sollst die liebe ruhig und in vollen zügen genießen, dir dabei aber stets bewusst sein, dass sie flüchtig ist, heute, morgen oder übermorgen weg sein kann. und keiner weiß genau warum.
klingt ziemlich esoterisch, ist aber mit ein wenig übung ein durchaus gangbarer weg durch die welt der gefühle und empfindungen.

ich denke, die meisten menschen, aber (leider Marietta) vor allem frauen, verwechseln nach wie vor liebe mit "verliebtsein" im sinne von schmetterlinge im bauch, kribbeln, erotik etc. all dies kann nicht bestand haben. das ist psychologisch, wie auch neurobiologisch zigfach belegt. eine beziehung muss um zu funktionieren auf einer anderen grundlage ruhen. die ist aber weniger aufregend und spannend. deswegen ist die langfristige liebesbeziehung wohl eher was für spießer (wie mich ) .

#21 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von marietta 27.12.2011 17:29

Zitat
Don: eine beziehung muss um zu funktionieren auf einer anderen grundlage ruhen.
die ist aber weniger aufregend und spannend.
deswegen ist die langfristige liebesbeziehung wohl eher was für spießer (wie mich ) .



... in der sorgfältigen Ausgewogenheit von geben und nehmen??

#22 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von bakunicus 27.12.2011 17:29

@ don ...

eigentlich leide ich nicht mehr, weil ich den frust vergraben habe.
weil ich weiß dass ich als single genau so glücklich oder unglücklich sein kann wie in einer partnerschaft.

ich wähne mich in der glücklichen position dass nun frau um mich werben muß, aber ich nicht mehr um sie ....
entweder sie zeigt mir dass sie will, oder pustekuchen.

gruß lf

#23 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von marietta 27.12.2011 17:33

Zitat
ich fühle
meine bedürfnisse
ich denke
meine wahrheit



Zitat
lf: ich wähne mich in der glücklichen position dass nun frau um mich werben muß, aber ich nicht mehr um sie



... aber mich in meiner Art von Gefühlen in Frage stellen, oder wie??
... widersprüchlicher geht es fast gar nicht!! ... und damit meine ich nicht mich!!

#24 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von Don M. Tingly 27.12.2011 17:40

Zitat von laubfrosch
@ don ...

eigentlich leide ich nicht mehr, weil ich den frust vergraben habe.
weil ich weiß dass ich als single genau so glücklich oder unglücklich sein kann wie in einer partnerschaft.

ich wähne mich in der glücklichen position dass nun frau um mich werben muß, aber ich nicht mehr um sie ....
entweder sie zeigt mir dass sie will, oder pustekuchen.

gruß lf



da hast du ja schon fast ganz losgelassen. musst nur noch deinen frust loswerden, anstatt ihn zu vergraben. sonst kommt er immer wieder hoch.

Zitat von marietta

... in der sorgfältigen Ausgewogenheit von geben und nehmen??



muss nicht unbedingt sein: du weißt ja geben ist seliger denn nehmen

#25 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von marietta 27.12.2011 17:44

Zitat
Don: muss nicht unbedingt sein: du weißt ja geben ist seliger denn nehmen



... diese Haltung müssen beide vertreten können
... wir wissen beide
... dass es einseitig auf Dauer nicht funktionieren kann
... und auch nicht sollte!!

#26 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von bakunicus 27.12.2011 17:45

tja marietta ...
ich hab von euch frauen gelernt den spieß umzudrehen.

was ihr könnt kann ich auch.
nun sind wir pari pari, und wenn es sein muß bleibe ich eben allein.

eine beziehung ist für mich mit mitte vierzig nur noch dann attraktiv wenn sie mir vorteile bringt.
angenehme gesellschaft, rückendeckung und etwas dass man als liebe/loyalität bezeichnen könnte.
ein partner mit dem ich nicht diskutieren muß, der mich versteht und nimmt wie ich bin; kein schatzkastenprinzip sondern echtes verständnis, kein gemeinsames konto sondern klarkommen, und am besten zwei getrennte wohnungen.
ich sauge staub, wasche meine socken und kann kochen; ich bin voll emanzipiert ...

und dazu brauche ich eine frau die selbst bohren und hämmern kann, die fähig ist politische bücher zu lesen ...
und kein kleines dummchen das nervt.

ich bin der geschlechterrollen müde ....

#27 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von marietta 27.12.2011 17:56

... und wenn wir dies an unsere Jungen/ Nachkommenschaft so weitergeben
... dann werden wir bald aussterben

... ich denke da ein wenig anders
... ich konnte das schon immer, also alles allein, habe ich von meinen Männern gelernt
... die sich danach selber verflucht haben, mir all ihr Wissen beigebracht zu haben

... damit wird der Anspruch höher

... nur wenn wir alle, egal welcher Altersgruppe den Standpunkt vertreten
... nicht das Haben ist es, sondern das Erwerben
... dann wird diese Kluft Mann/ Frau größer
... anstatt sich anzunähern
... leben wir in der Ordnung *partner to go*
... reduzieren unser Zusammensein wirklich nur auf den Bereich *Sexualität*
... dabei hat es doch wesentlich mehr zu bieten
... und das sollte weder bei uns Alten, geschweige bei den Jungen nicht zur Regel werden

#28 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von bakunicus 27.12.2011 18:00

ah ja ...

wenn man auf den punkt kommt ist auf einmal das höhergeordnete interesse im spiel.
natürlich in der verantwortung des sich des liebesspiels verweigernden mannes ...

für wie doof hälst du mich eigentlich das kalkül nicht zu durchschauen ?

#29 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von marietta 27.12.2011 18:06

... Himmel, so ein Blödsinn!!

... ich halte Männer generell nicht für doof!!
... vielleicht manchmal für verständnislos
... oder egoistisch
... ich darf es doch aber meiner Altersklasse entsprechend betrachten dürfen
... und da spielt Sexualität nun mal nicht mehr die Hauptrolle
... oder Sexualität wird nicht mehr als Index einer gut funktionierenden Beziehung gewertet
... `tschuldigung

#30 RE: Liebe im Zeitalter der Aufklärung von bakunicus 27.12.2011 18:10

ich glaube wir lassen das für heute und mal ein paar tage sacken ...

dann reden wir weiter ...

gruß lf

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