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#1 Liebe getötet und andere Variante gefunden von stick1211 02.02.2012 20:48

Hi, ich bin neu im Forum und ich will gleich mal ein Thema eröffnen

Ich hab hier ne Menge über Frauen/Männerhass gelesen, aber ich möchte eigentlich mal das ins Spiel bringen, was die ganze Kämpferei zumindest bei mir ausgelöst hat: Ich hab den Zauber der Liebe verloren. Das soll jetzt nicht weinerlich oder selbstmitleidig klingen, aber ich hab dermaßen viele üble Dinge im Beziehungsbereich erlebt (obwohl man immer im guten Glauben gehandelt hat), dass irgendwann nicht nur der Glaube an Liebe, sondern auch an der Sache ansich verloren gegangen ist.

Es baut sich einfach keine Spannung mehr auf, wenn ich eine Frau anspreche (ich bin nicht schüchtern, nicht falsch verstehen!), ich habe keinen Bock mehr auf "Dates", ich will auch keine schnellen Nummern und ich hab nicht mal mehr Lust aufs Flirten und je länger ich Single bin, desto größer wird der Wunsch eigentlich.

Ich find Frauen durchaus interessant, als Freunde, Kollegen und Bekannte, aber wenn ich an eine Beziehung denke, törnt mich das alles nur noch ab. Ich spüre, dass ich weder Kraft, noch Lust, noch die Finanzen für den nächsten Schwung habe und ich lass mich auch nicht mehr von Durchhalteparolen oder aufgesetztem "Da kommt schon noch wer" beeindrucken.

Das Verrückte bei mir ist, seit ich das ewige innerliche Gerenne nach einem "Partner" aufgegeben habe, gehts mir irgendwie immer besser (nicht perfekt!). Ich habe einen anderen Weg gefunden (nein, nicht homosexuell!), um Zärtlichkeit und Liebe zu leben und ich weis, dass es auch ohne diesen einen Weg schön sein kann. Es ist eine Art Patchwork, wo ich mir eine andere Art von Liebe hole und alles ergänzt irgendwie.

Es ist schwer, sich von der ewigen "Doktrin" Frau, Heirat, Kind, Haus usw. zu trennen, aber irgendwann reichts halt einfach!

Meine Frage an euch: Gehts euch auch so? Wie geht ihr damit um, vielleicht für immer Single zu sein? Wie organisiert ihr das?

Mir ist es nicht wichtig, hier Stimmung gegen Frauen zu machen, sondern vielleicht kann man mal darüber diskutieren, wie Menschen aus der Falle raus kommen, wenn sie einfach niemanden zum gemeinsamen Leben finden. Es gibt Menschen, die können alles tun und werden nie an dieses Ziel kommen und ich kenne einige davon. Vielleicht finden sich hier auch welche, die berichten, wie sie damit umgehen, wenn sie wissen, dass der Zug unter allen realistischen Überlegungen abgefahren ist, eine erfüllende Partnerschaft zu leben oder eine kleine eigene Familie aufzubauen.

Ich hoffe, das Thema gibts nicht schon

Freue mich auf ne feine Diskussion, hoffentlich fair und ehrlich.

#2 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von Bin Online 02.02.2012 21:05

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Hallo Stick!

Ein toller Eingangsbeitrag!

Mir geht es ähnlich wie Dir.
Ich lebe alleine und kann mir gar nicht mehr vorstellen, in einer Beziehung zu leben.
Nein ich habe keinen Hass auf Frauen, bin auch nicht verbittert und bilde mir ein, Frauen zu lieben.
Trotzdem möchte ich alleine leben.

Gruß
Bin Online

#3 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von DerNerd 02.02.2012 21:17

Hi,
mir gings mal eine zeitlang ganz ähnlich. Sicherlich nicht so lang wie Dir, aber ich kanns verstehen. Auch ich hatte die Nase sowas von gestrichen voll, u.A. auch aus finanziellen Gründen. Ich zahle heute noch Schulden ab wegen so einer üblen Geschichte. Ich habe nicht mehr an Liebe geglaubt, nur noch daran, daß jede Frau früher oder später total egoistisch ist und Du nur noch der Geldgeber, dafür, daß sie Dich bescheisst mit anderen Typen.
Das soll jetzt auch nicht weinerlich klingen, es ist halt die Wahrheit wie ich sie erlebt habe und ich weiss, unschuldig an diesen Situationen war ich sicher auch nicht, denn hätte "ihr" nichts gefehlt, wäre sie auch nicht mit anderen Typen weggegangen.

Auf jeden Fall war ich ein glücklicher Single und je glücklicher ich war, desto mehr Frauen wollten mich kennenlernen, vieleicht wegen meiner Ausstrahlung oder wegen der Unnahbarkeit. Dann lief mir diese vietnamesische Frau in München über den Weg, eigentlich lernte ich sie im Internet kennen, aus ganz anderen Gründen als eine Hoffnugn auf eine Lovestory - ich suchte nur einen oder eine "native" Sprecherin die auch deutsch kann. Und irgendwann erkannte ich und sie, wir sind füreinander da. Seither bin ich mit ihr glücklich und sehe null Egoismus und die anderen Dinge, die mich so gestört haben.

Eigentlich war es das Letzte was ich mir für mein Leben vorstellen konnte, mit einer Asiatin zusammen zu sein. Nichts gegen Ausländer, ich konnte mir schon vorstellen, eine Französin oder Holländerin als Frau zu haben, aber Vietnam? Das kam mir überhaupt nicht in den Sinn. Auch nicht, als ich sie das erste Mal sah, da war sie nur meine Lehrerin, mehr nicht.

Daher, geh einfach Deinen Weg, wenn Du keinen Bock mehr auf Beziehungskiste hast, das ist voll ok und sicherlich nicht unnormal, vor allem in dieser zunehmend egoistischeren Welt. Das schützt vor Schmerzen und man kann seinen eigenen Egoismus besser ausleben.

Und ja, ich weiss nicht wo Du Dir Deine "Liebe" holst - Du hast ja nur geschrieben was es nicht ist, aber vieleicht ist es ja eine religiöse Angelegenheit? Auch dafür habe ich volles Verständniss, auch das ist völlig ok.

Grüße
Rudi

#4 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von Bin Online 02.02.2012 21:42

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Hi Rudi!

Du hältst es also mit James Bond, "Sag niemals nie"

#5 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von Ira2012 02.02.2012 21:43

Hallo an Alle,
ich finde es gut, wenn man mit sich selber zufrieden ist und ehrlich ist. Was nützt so eine Halbherzigkeit gerade in Beziehungen. Dann lieber alleine. Ich war auch lange Zeit ohne Partner und war glücklich und zufrieden. Das Herz gibt den Weg vor und solange man nichts sehnsüchtig oder schmerzlich vermisst ist doch alles gut. Falls es sich wieder ändert, auch prima. Das gleiche Thema ist doch das Heiraten. Was wurde ich immer gefragt......oh war das lästig, wenn die älteren Herrschaften immer wieder danach fragten....Gott sei Dank ist es heute nicht mehr so.....ich fühle mich einfach nicht danach und basta. Auf jeden Fall heirate ich nicht wegen der besseren Lohnsteuerklasse, wie einige Bekannte von mir....
falls ich meine Meinung darüber mal ändern sollte....lasse ich es euch wissen....
P.S.: die eigene Lebensqualität ist nicht von einem Partner abhängig!

#6 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von marietta 02.02.2012 21:48

Zitat von stick
Meine Frage an euch: Gehts euch auch so? Wie geht ihr damit um, vielleicht für immer Single zu sein? Wie organisiert ihr das?




... nein, es geht mir nicht so
... nein, ich renne auch nicht hinterher
... das Dumme an der ganzen Geschichte ist
... man kann immer und immer wieder diesen guten Vorsatz treffen
... das dir niemals wieder die Sache mit dem gebrochenen Herzen passiert
... man bekommt es wieder funktionsfähig geflickt
... man schaut nicht suchend durch die Gegend
... und dann ist es eine Ansammlung von Kleinigkeiten
... die die guten Vorsätze dann wieder komplett über den Haufen werfen
... und ich denke, es geht nicht so sehr darum, all dies an Gefühlen empfangen zu wollen, die man in dieser Situation selber hat
... es geht eher darum, an sich selber festmachen zu können
... dass man es nicht verlernt hat
... zu fühlen
... zu sehnen
... zu begehren
... diese kleinen Dinge des sich in der Nähe des anderen wohlfühlen können
... und ich habe lieber ab und zu negative Gefühle in einer Beziehung/ in der Nähe des anderen
... als gar keine

... nein, ich betrachte Mann auch nicht als Ergänzung zur Vervollständigung meiner Person
... möchte aber die Bereicherung meines Lebens durch ihn nicht missen wollen

#7 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von stick1211 02.02.2012 22:00

Danke erstmal für eure Antworten.

Nein, ist nichts religiöses, ich möchts hier aber nicht ausbreiten, weil ich dann von gewissen Leuten in eine Schiene geschoben werde und das ist nicht Sinn der Threads. Ich hab durch diesen Weg allerdings gelernt, dass ich sehr wohl Liebe in meinem Herzen habe und sie auch leben kann und das das "Nichtfinden" wenig mit dem zu tun hatte, was ich in meinem Herzen so mit mir trug.

Ich freu mich für jeden, der doch noch einen Weg findet und wenn er auch mit einer asiatischen Frau gegangen wird, warum auch nicht?

Das Problem war lange für mich, dass mir mein ganzes Leben von meinen Eltern vorgelebt wurde, welche Macht die Liebe zwischen Mann und Frau hat und ich habe sehr lange gebraucht, um zu verstehen, dass es auch anders geht, das man in unser heutigen Zeit ganz andere Wege gehen muss, die weit ab von dem sein können, die uns das Urbild so vorschreibt.

Ich denke, viel von dem, was ich und andere erlebt haben, hat was mit Gesellschaft, mit Freiheit im Geist und mit dem Herzen zu tun, weniger mit einem persönlichen Versagen oder das man bestimmte Rituale nicht befolgt hat. Liebe ist eigentlich universell und orientiert sich nicht an Geld, Kleidung oder Status und sie ist klein und riesengroß zugleich. Leider haben wir das (auch ich zeitweise) vergessen, obwohl wir es alle in uns spüren.

Es ist schwer, sich von diesem Weg zu befreien, aber man muss es irgendwann, wenn man nicht eingehen will, mental und körperlich. Bei mir gabs viele Stufen, vom Frauenhasser bis zum aufgebenden Klumpen Mensch, aber es gibt noch etwas, was so stark ist, wie Liebe und das ist der Überlebenstrieb. Man muss bereit sein, über viele Schatten zu springen, um Dauersingle zu sein und man muss viel Lebenswillen haben, den Weg nicht nur zu ertragen. Ich fand das damals den härtesten Kampf meines Lebens und ich wehre mich dagegen, als Loser oder Weichei gesehen zu werden, das sind für mich Menschen, die aufgeben oder im Hass vergehen.

Bei mir war übrigends die Anziehung auf Frauen und diejenigen, die eine Beziehung mit mir eingehen wollten, immer die Gleiche (immer der gleiche Typ Mensch in der gleichen Phase des Lebens) und ich hatte sehr viele Stationen meines Lebens, körperlich, mental, beruflich und finanziell. Auch eine Erkenntnis, die man erst einmal verstehen muss.

Ein großer Punkt, Liebe wieder zu finden kann zum Beispiel die Natur sein oder der Umgang mit Tieren, aber oft hilft auch einfach, mal ne Runde aus den ewigen emotionalen Achterbahnen auszusteigen, dem ewigen Trott des Lebensabschnittsgefährten und andere Dinge als wichtig anzusehen, z.b. Musik oder die Arbeit für eine Menschenrechtsorganisation. Einzeln kann das alles nicht die Liebe zu einer Frau ersetzen, aber es kann dennoch zufrieden machen.

Freu mich auf weitere Erfahrungsberichte. Nur zu ;)

#8 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von marietta 02.02.2012 22:50

... hmmm!!
... Mann kann sich seinen Terminkalender auch voll knallen
... dennoch ist es nicht dasselbe
... irgendwann kommt man dahinter, dass es nur Flucht ist

... irgendwann habe ich hier mal geschrieben, dass man sich sein Schutzmäuerchen so hoch baut/ bauen kann
... dass man noch darüber schauen sollte
... offene Arme aber nicht zu sehen sein sollten
... keine wirklich sichere Methode
... hilft aber, sich erst mal über sich selber im Klaren zu sein/ zu werden

... eine Freundin von mir, versuchte mir ( ... psycholog-resistenten) mal etwas, wie eine Familienaufstellung aufzuschwatzen
... einigen soll dies geholfen haben, ihre persönliche Sichtweise, oder auch Erwartenshaltung zu ändern!!

#9 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von stick1211 03.02.2012 08:07

-Ist keine Flucht, verstehst du falsch. Es geht um den Schutz des eigenen Lebens. Jeder hat seine Schmerzgrenze irgendwann erreicht und es setzt sich einfach Vernunft durch. Ich bin weiter gegenüber allen Frauen offen, habe viele Kontakte, aber Bziehungen gehen einfach nicht mehr, weil man leider immer die gleichen Menschen anzieht in dem Bereich.

- Es ist auch keine Schutzmauer, sondern man schaut jetzt realistisch und läßt sich nicht mehr von irgendwelchem Trara blenden. Es kann dich mehr kaputt machen, sich ständig von Illusionen (Stärke der Bindung usw) blenden zu lassen, als einfach von vornerein zu überprüfen, was dich wirklich erwartet. Es ist besser, Realismus walten zu lassen, wenn die Reserven dünn sind, die man noch hat.

- Familienaufstellung, Psychologen, Eigenanalyse.....alles längst durch. Am Ergebnis hat sich nichts geändert, außer dass man noch mehr Kraft gelassen hat. An meiner Einstellung stimmts, da seh ich kein Problem drin und ich sehs auch in meinem sonstigen Umfeld, dass die sehr gerne von anderen Menschen angenommen wird.

Ergo: Man muss sich als Dauersingle nicht immer als Opfer definieren oder denken, man ist "abnormal", nur weil man keine wirkliche Partnerin findet. Liebe hat auch viel mit dem Spiel von Zeit und Raum zu tun und das passt eben bei manchen Menschen nicht und das begreift man irgendwann.

Wie gesagt, man bleibt offen, aber hört auf, irgendwelchen Dingen hinterherzujammern, die in recht kleinen Wahrscheinlichkeitsbereichen liegen, weil man sich damit das Leben mehr kaputt macht, als realistisch zu sein und das Leben in seiner ganzen sonstigen Vielfalt zu geniessen.

#10 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von DerNerd 03.02.2012 08:21

Generell mag ich mal dieses Buch:

Die Prophezeiung von Celestine

Es hat meine Sicht der Dinge, auch die über Partnerschaft, grundlegend verändert - nein, eigentlich nicht, es hat sie bestätigt und bestärkt.

Es gibt da so Sprüche wie "halber Mensch sein" ohne Partner blablubbfasel. Das ist Unsinn, man ist immer ein vollwertiger Mensch und auch der Partner ist das. Wenn man sich ohne Partner als halber Mensch fühlt, sollte man erst an sich selbst arbeiten bevor man das Abenteuer Partnerschaft erneut eingeht. Wenn Du Dich als voller Mensch wahrnimmst und kennst, dann kannst Du Freiheit geben und vertrauen.

Wie schon gesagt, mir ist die Frau meines Lebens über den Weg gelaufen, zu einem Zeitpunkt, wo ich überhaupt nicht gesucht habe, im Gegenteil, mit meinem Zustand der Freiheit rundherum zufrieden war. Und wo sich früher bei all meinen Partnerschaften über kürzer oder kurz eine gewisse Langweile eingestellt hat, der Alltag also das Ruder übernommen hat ist es diesmal überhaupt nicht so, und ich habe mehr Freiheit für meine persönlichen Interessen als früher, mehr Freiheit, aber nicht mehr Zeit, was aber egal ist, da die Zeit intensiver genutzt wird.

Aber nochmal auf Dich zurückgekommen lieber stick, wenn Du glücklich bist mit Deinem Zustand, dann geniess Dein Leben, forme und mache es Dir so wie Du willst, gestalte nach Deinem Gusto. Solltest Du Dich fragen, ob das Normal ist, oder ob Du ein wenig verkorkst bist. Ja, denn jeder ist verkorkst. Also nicht besonderes.
Ich bin mir allerdings nicht wirklich sicher, schon auf Grund Deines ersten Posts, ob der aktuelle Zustand in dem sich Dein Leben befindet, Dich wirklich rundherum glücklich macht

Grüße
Rudi

#11 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von stick1211 03.02.2012 10:08

Jau, das Buch ist klasse, kenn ich auch.

Sagen wir es mal so, die "Erziehung" reisst einen ab und an mal runter und man läßt sich auch oft blenden von dem, was man auf den ersten Blick um sich sieht. Es macht einen eben ab und an traurig, wenn man zwei Verliebte Menschen sieht, aber das ist nur ein Gefühl für den Moment.

Wenn man alleine das Leben beschreitet, ist das nicht immer prickelnd, es geht einem auch mal schlecht oder es fehlt einfach nur eine helfende Hand und man ist auch mit bestimmten Dingen überfordert und würde sie gerne den anderen erledigen lassen, weil er es vielleicht besser kann oder mehr Freude daran hat. Da hilft nicht immer ein Freund oder Bekannter, aber das sind nur Momentaufnahmen und wenn ich mir meine Beziehungen so ansehe, war es in der Hinsicht auch damals nicht wirklich der Fall.

Du wirst dein Leben lang auf diesen einen Weg geeicht, bewusst oder unterbewusst und du siehst ihn lange als einzigen Weg, die Liebe fortzusetzen, die du in Kindheit und Jugend erfahren hast. Es ist kein "ich leg mal den Knopf um" Prozess, das aus seinem Hirn zu tilgen. Es braucht viel Zeit, Mut und es ist kein stetig steigender Prozess, sondern es gibt immer wieder Rückschläge und Momente, wo man ein anderes Leben führen will.

Insgesamt betrachtet kann es auch alleine sehr nett sein, aber es bleibt halt immer so eine Art fader Beigeschmack und den los zu werden, ist nicht leicht. Deshalb kann ich nicht sagen, dass ich rundum glücklich bin, es wäre gelogen. Aber man kann auch zufrieden sein und das Beste aus deinem Leben machen, Milliarden Menschen leben so, die nicht mal die Wahl haben, ihr Glück zu finden.

#12 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von Bin Online 03.02.2012 17:35

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Vielleicht wäre die Zweisamkeit besser akzeptiert, wenn sie nicht so stark reglementiert wäre?

#13 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von DerNerd 03.02.2012 17:57

Zitat von Bin Online
Vielleicht wäre die Zweisamkeit besser akzeptiert, wenn sie nicht so stark reglementiert wäre?



Was meinst Du damit? Meine Meinung ist eher, daß die Regeln der Gemeinsamkeit von den Partnern selbst auferlegt und bestimmt wird - obwohl es natürlich kulturelle und vor allem durch die eigene Kindheit erfahrene und vererbte Grundregeln gibt. Aber muss man sich dran halten? Man muss nicht. Trotzdem habe ich bsp. erkannt, daß ich mehr von meinem Vater habe als mir (früher) lieb gewesen wäre (erziehungsaspekt). Heute denke ich eher, er hatte in so vielen Dingen recht und ich seh das jetzt mehr mit seinen Augen. Leider kann ich ihm das nicht mehr sagen.
Trotzdem bin ich ein eigener Mensch und habe zusammen mit meiner Frau einige ganz andere Ansichten und wir machen uns das Leben so wie uns das gefällt (Frei nach Pippi Langstrumpfs Titellied).

Grüße
Rudi

#14 Liebe getötet und andere Variante gefunden von Mike 06.02.2012 13:49

Ich denke, daß die Lebens-/Berufumstände die Beziehungskiste(?) beeinflußen. Offensichtlich will jeder Junge (bei Mädchen denke ich auch) im Alter zwischen 14 und 16 den Kontakt mit dem anderen Geschlecht. Das ist auch gut so. Ich hatte von 16 bis 18 bestimmt 3 oder 4 "Beziehungen" mit Schulkameradinnen. Man nennt das wohl "miteinander gehen". War sehr schön. Ob das Liebe war, kann ich nicht mehr sagen. Nennen wir es Verliebtheit.
Nach der Schule dann der Job, der mir eigentlich nie Zeit ließ, lange an einem Ort zu bleiben, um Beziehungen aufzunehmen. Aber jede Menge one-night-stands, weil die Natur das so will. Und das hat mit Beziehung und/oder Liebe gar nichts zu tun. Eine amerikanische Autorin hat das mal "white hot sex" genannt, also sinngemäß weißglühender Sex.
Dann hatte ich das Glück studieren zu können und da ging dann die Post richtig ab. Ich sage nur, 70er Jahre!.
Dann die Beziehung, Heirat und Kinder in den 90ern. War toll, aber wegen meines Berufes auch schnell wieder vorbei. Das Einzige was mir da geblieben ist, sind meine Kinder, vor allem meine älteste Tochter. Dann Entlassung, Neuorientierung und neuer Job bis heute.
Seit meiner Scheidung keine feste Beziehung mehr und ich kann meine Vorschreiber gut verstehen. Ich denke, Frauen und Männer können in der Regel nicht miteinander leben. Ausnahmen bestätigen dies.
Da die Natur aber ab und an befriedigt werden will, habe ich mich auf käuflichen Sex beschränkt. Das ist so ähnlich, wie Medizin. Geht schnell und hinterläßt ab und zu einen bitteren Nachgeschmack.
Was Liebe angeht: Liebe zu meinen Eltern, meiner Tochter und meinem abwesenden Hund. Das muß genügen.

#15 RE: Liebe getötet und andere Variante gefunden von Ira2012 06.02.2012 15:30

Schönen guten Tag,


Ich persönlich würde keinen Cent für Sex ausgeben...

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