#1 Urteil im Fall Lea-Sofie (†2) von Bin Online 25.05.2013 00:23

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Urteil im Fall Lea-Sofie

„Stück für Stück gestorben“

Lea-Sofie starb an brutaler Gewalt, weil sie den Eltern zu laut war. Der ehemalige Freund ihrer Mutter geht nun ins Gefängnis, allerdings nicht als Mörder.

faz.net am 24.05.2013

Dieses Verbrechen berührte die Nation, mit einer nicht für möglich gehaltener Brutalität und Kälte wurde Lea-Sofie (†2) erschlagen und wie Müll weggeschmissen.
Heute wurde der Kerl zu 12 Jahren verurteilt und die "Mutter" zu sieben Jahren Jugendstrafe.
Er wird praktisch nach acht Jahren rauskommen und reagierte auf das Urteil mit einem Lächeln. Sie wird unter Umständen schon bald in Freiheit kommen, wenn sie vorgibt, sich weiterzubilden bzw, einen Beruf zu erlernen.
Unter den Zuschauern löste das milde Urteil Proteste aus.
Ich finde es auch zu milde, solche bestialische Taten sollten nicht hart, sondern knallhart bestraft werden.

#2 RE: Urteil im Fall Lea-Sofie (†2) von 25.05.2013 18:08

Und wenn hier jemand für die Todesstrafe plädiert passt es dir auch nicht!

#3 RE: Urteil im Fall Lea-Sofie (†2) von Issomad 25.05.2013 21:42

Naja, da gehen manchen die Emotionen so hoch, dass die Objektivität leidet.

Mord ist nunmal etwas anderes und so ist das Gesetz. Deshalb ist das Urteil technisch gesehen in Ordnung ... Moralisch vielleicht nicht, aber das zählt vor Gericht nicht ...

Angesichts des Tathergangs wäre eine besondere Schwere der Schuld angebracht (was eine vorzeitige Haftentlassung verhindert), aber ich glaube, das geht nur bei Lebenslänglich und Lebenslänglich gibt es nicht für Totschlag ...

#4 RE: Urteil im Fall Lea-Sofie (†2) von Bin Online 26.05.2013 16:07

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Zitat von diskoffestos im Beitrag #2
Und wenn hier jemand für die Todesstrafe plädiert passt es dir auch nicht!
Es muss ja nicht gleich die Todesstrafe sein.
Leider fällt mir jetzt der US-Bundesstaat nicht ein, da werden solche Verbrecher nach ca. 20 Jahren freigelassen und müssen in Freiheit wöchentlich Blut und Urin abgeben und sobald er Drogen oder Alkohol konsumiert, geht er kommentarlos zurück in die Kiste.
Dies finde ich bei solchen Tätern gut und angemessen!

#5 RE: Urteil im Fall Lea-Sofie (†2) von 26.05.2013 18:33

In der Weimarer Republik haben sie noch mit voller Härte geurteilt und hingerichtet. Eine SPON Reportage über einen Serienmörder.

Seine ersten Tötungsdelikte, er war noch nicht einmal 10 Jahre alt, hatte er 2 Schüler in den Rhein gestoßen, wo sie ertrunken sind.

Für seine zahlreichen Morde bekam er 9 mal Hinrichtung durch das Fallbeil - diese wurde (1 mal) auch vollstreckt. Die weiteren Strafen sind damit hinfällig.

Der Vampir von Düsseldorf - Peter Kürten: http://einestages.spiegel.de/external/Sh...3/l13/l0/F.html

#6 RE: Urteil im Fall Lea-Sofie (†2) von Rabodo 27.05.2013 13:00

Ich bin immer wieder entsetzt mit welchen vergleichsweise geringen Strafen solche Mörder davonkommen.

#7 RE: Urteil im Fall Lea-Sofie (†2) von Bin Online 27.05.2013 13:52

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Ich bin überhaupt der Meinung, dass Gewalttaten in Deutschland viel zu milde bestraft werden.
Vor einiger Zeit las ich in einer Zeizungsausgabe zwei Urteile.
Einmal ging es um eine Buchhalterin, die ein paar Hunderttausend Euros unterschlagen hat, die bekam 3 1/2 Jahre (zurecht) aufgebrummt und ein Schläger, der einen anderen zum Krüppel geschlagen hat, bekam eine Bewährungsstrafe.
Für mich ein Indiz dafür, dass wir in der Justiz immer noch die Denkweise aus der Monarchie haben.
Da war der Mensch weniger wert, als ein Stück Vieh, heute ist der Mensch weniger wert, als Bimbes!

#8 RE: Urteil im Fall Lea-Sofie (†2) von Spitzbube 27.05.2013 15:16

Zitat von Bin Online im Beitrag #7
...dass wir in der Justiz immer noch die Denkweise aus der Monarchie haben.
Da war der Mensch weniger wert, als ein Stück Vieh, heute ist der Mensch weniger wert, als Bimbes!


Das StGB stammt ja auch aus dem Jahr 1872.
#9 RE: Urteil im Fall Lea-Sofie (†2) von Issomad 27.05.2013 15:46

Zitat von Bin Online im Beitrag #7
Ich bin überhaupt der Meinung, dass Gewalttaten in Deutschland viel zu milde bestraft werden.
Vor einiger Zeit las ich in einer Zeizungsausgabe zwei Urteile.
Einmal ging es um eine Buchhalterin, die ein paar Hunderttausend Euros unterschlagen hat, die bekam 3 1/2 Jahre (zurecht) aufgebrummt und ein Schläger, der einen anderen zum Krüppel geschlagen hat, bekam eine Bewährungsstrafe.
Für mich ein Indiz dafür, dass wir in der Justiz immer noch die Denkweise aus der Monarchie haben.
Da war der Mensch weniger wert, als ein Stück Vieh, heute ist der Mensch weniger wert, als Bimbes!



Das ist etwas, was ich schon seit vielen Jahren anprangere !!

Umgerechnet ist dem Staat ein Menschenleben nur ein paar Tausend Euro wert, obwohl es eigentlich unbezahlbar ist (hier wird zudem oft die Opferhilfe vernachlässigt).

Wenn es um Geld oder andere materielle Werte geht, ist der Staat eher daran interessiert, die Verbrecher wegzusperren, aber bei Gewalttätern gelten andere Maßstäbe ...
Das ist wohl das Produkt des Wirtschaftsfanatismus, dem man alles andere unterordnet, auch soziale Belange ...

Allein um den sozialen Frieden zu wahren, sollte das Strafsystem reformiert werden und Gewaltverbrechen sollten grundsätzlich höher eingeordnet und härter bestraft werden ... Einen abschreckenden Effekt, der potentielle Gewalttäter davon abhält, zuzuschlagen, gibt es doch schon lange nicht mehr ...

#10 RE: Urteil im Fall Lea-Sofie (†2) von Rabodo 27.05.2013 17:17

@ BinOnline und Issomad

Ich denke die milden Urteile rühren eher von der übertriebenem Humanität(sduselei) der 68er.
Die sind ja der Meinung das man jeden Straftäter Resozialisieren könne.
Bei einem Finanzbetrüger, der sich auf Kosten seiner Opfer ein ausschweifendes Leben gönnte und nun im Knast einige Jahre brummen muss, ist das aber eher möglich als bei einem Gewalttäter.
Denn Gewalttäter sind eher Leute die sich in bestimmten Situationen ( Alkoholkonsum, Widerspruch durch andere ) nicht unter Kontrolle haben.
Bezeichnend ist, das wohl auch im Falle von Lea-Sofie, die Kinder lange vor ihrer Ermordung von ihrem Mörder misshandelt wurden.
Die merken aber nicht was er dem Kind antun, sondern freuen sich womöglich darüber das ein kleines Kind sich nicht wehren kann und sie Macht über das Kind ( und die Mutter ) haben.
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