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#31 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von sahar 21.04.2017 20:24

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Wo haette ich Hanniya als "Friedensengel" erkoren?
Wer Frieden wirklich will, und das behauptet Israel - muss sich mit seinem Feind an den Verhandlungstisch setzen, mit wem sonst. ?
Und dass es in der Hamas Leute gibt, mit denen man verhandeln kann, beweisen u.a. der Brief an Bush und das Interview mit der Washington Post im Jahr 2006. Was erwartet man bei so viel Ignoranz seitens Israel und USA, was nach einem Boykott und die Blockade von Gaza, ganz zu schweigen von den Kriegen 2008/09 und 2014 in Gaza?

#32 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von blues 24.04.2017 19:50

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Zitat von sahar im Beitrag #31
Wo haette ich Hanniya als "Friedensengel" erkoren?
Wer Frieden wirklich will, und das behauptet Israel - muss sich mit seinem Feind an den Verhandlungstisch setzen, mit wem sonst. ?
Und dass es in der Hamas Leute gibt, mit denen man verhandeln kann, beweisen u.a. der Brief an Bush und das Interview mit der Washington Post im Jahr 2006. Was erwartet man bei so viel Ignoranz seitens Israel und USA, was nach einem Boykott und die Blockade von Gaza, ganz zu schweigen von den Kriegen 2008/09 und 2014 in Gaza?


Das ihr immer so schnell vergesst was ihr schreibt - schau noch mal hier:

Hungerstreik in Israels Gefängnissen. (5)

da sagst du, "Wenn Israel wirklich Frieden wollte, hatte es ihn laengst haben koennen.
Der Hamas-Fuehrer Ismail Haniyya antwortete der "Washington Post" im Februar 2006 auf die ..."

An einen Verhandlungstisch setzen ist eine prima Sache, allein, es verhandelt sich schlecht mit jemanden der dich töten will.

Zu Haniyaa dann nochmal:

"Daraufhin erklärte Haniyya seine grundsätzliche Bereitschaft zur Anerkennung Israels für den Fall, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht. Außerdem solle das Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge festgeschrieben werden. Nach heftigen Protesten innerhalb der Hamas relativierte Haniyya seine Äußerungen und sprach anstatt einer Friedenslösung nur noch von einem dauerhaften Waffenstillstand. Am 29. März 2006 wurde er zum Ministerpräsidenten ernannt und stellte seine Regierung vor.

Im August 2009 äußerte sich Haniyya kompromisslos hinsichtlich der Anerkennung Israels: „Hamas will never recognize the Zionist entity … and [will] continue the resistance until liberating the land and the holy sites“ („Hamas wird das zionistische Gebilde niemals anerkennen … und [wird] den Widerstand fortsetzen, um das Land und die Heiligen Stätten zu befreien“)."

zit. aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ismail_Haniyya

#33 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von sahar 25.04.2017 07:12

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Zitat von blues im Beitrag #32
Zitat von sahar im Beitrag #31
Wo haette ich Hanniya als "Friedensengel" erkoren?
Wer Frieden wirklich will, und das behauptet Israel - muss sich mit seinem Feind an den Verhandlungstisch setzen, mit wem sonst. ?
Und dass es in der Hamas Leute gibt, mit denen man verhandeln kann, beweisen u.a. der Brief an Bush und das Interview mit der Washington Post im Jahr 2006. Was erwartet man bei so viel Ignoranz seitens Israel und USA, was nach einem Boykott und die Blockade von Gaza, ganz zu schweigen von den Kriegen 2008/09 und 2014 in Gaza?


Das ihr immer so schnell vergesst was ihr schreibt - schau noch mal hier:

Hungerstreik in Israels Gefängnissen. (5)

da sagst du, "Wenn Israel wirklich Frieden wollte, hatte es ihn laengst haben koennen.
Der Hamas-Fuehrer Ismail Haniyya antwortete der "Washington Post" im Februar 2006 auf die ..."

An einen Verhandlungstisch setzen ist eine prima Sache, allein, es verhandelt sich schlecht mit jemanden der dich töten will.

Zu Haniyaa dann nochmal:

"Daraufhin erklärte Haniyya seine grundsätzliche Bereitschaft zur Anerkennung Israels für den Fall, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht. Außerdem solle das Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge festgeschrieben werden. Nach heftigen Protesten innerhalb der Hamas relativierte Haniyya seine Äußerungen und sprach anstatt einer Friedenslösung nur noch von einem dauerhaften Waffenstillstand. Am 29. März 2006 wurde er zum Ministerpräsidenten ernannt und stellte seine Regierung vor.

Im August 2009 äußerte sich Haniyya kompromisslos hinsichtlich der Anerkennung Israels: „Hamas will never recognize the Zionist entity … and [will] continue the resistance until liberating the land and the holy sites“ („Hamas wird das zionistische Gebilde niemals anerkennen … und [wird] den Widerstand fortsetzen, um das Land und die Heiligen Stätten zu befreien“)."

zit. aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ismail_Haniyya




Ich zitierte aus dem Jahr 2006, Sie aus 2009. Dazwischen liegen drei Jahre - die ausgestreckte Hand wurde ignoriert. Es folgten Boykott, Blockade, gezielte Toetungen von Mitgliedern der gewaehlten Hamasregierung.

Israel braucht eine kompromisslose Hamas, sie will die Siedlungspolitik fortsetzen, denn mit Frieden ist das nicht moeglich. Wo, wenn nicht in Gaza, koennte es seine neue Waffen testen?

#34 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von sahar 25.04.2017 07:31

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Benjamin Netanyahu will nicht, dass der deutsche Außenminister in Jerusalem israelische Menschenrechtsorganisationen trifft. Angeblich drohte Israels Premier sogar damit, sein Treffen mit Sigmar Gabriel abzusagen.

Man "schaetze" es grundsaetzlich nicht, wenn deutsche Regierungsvertreter die Vertreter der Menschenrechtsorganisationen wie B'Tselem und "Breaking the Silence" treffen. Netanjahu droht damit, das geplante Treffen mit dem deutschen Aussenminister platzen zu lassen. Der saubere Herr Netanjahu will also Gabriel "abstrafen" und stellte ihm ein Ultimatum.

Mal schaun, ob der Aussenminister der Bundesrepublik aus Staatsraison einknickt.

#35 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von Werner Thunert 25.04.2017 07:59

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Zitat von sahar im Beitrag #34
Benjamin Netanyahu will nicht, dass der deutsche Außenminister in Jerusalem israelische Menschenrechtsorganisationen trifft. Angeblich drohte Israels Premier sogar damit, sein Treffen mit Sigmar Gabriel abzusagen.

Man "schaetze" es grundsaetzlich nicht, wenn deutsche Regierungsvertreter die Vertreter der Menschenrechtsorganisationen wie B'Tselem und "Breaking the Silence" treffen. Netanjahu droht damit, das geplante Treffen mit dem deutschen Aussenminister platzen zu lassen. Der saubere Herr Netanjahu will also Gabriel "abstrafen" und stellte ihm ein Ultimatum.

Mal schaun, ob der Aussenminister der Bundesrepublik aus Staatsraison einknickt.


Würde mich wundern wenn es anders wäre.

#36 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von conscience 25.04.2017 08:10

Irgendwie hat das etwas von Feigheit oder wie ein kleines Kind im Sandkasten das mit dem Jungen aus der Nachbarschaft nicht spielen will. Benjamin, der Vorname wäre reiner Zufall, vergibt dann eben die Chance, dem deutschen Außenminister unter vier Augen die Meinung zu sagen.

Mal schauen ob Gabriel einknickt.

#37 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von blues 25.04.2017 09:03

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Zitat von Sahar
Ich zitierte aus dem Jahr 2006, Sie aus 2009. Dazwischen liegen drei Jahre - die ausgestreckte Hand wurde ignoriert. Es folgten Boykott, Blockade, gezielte Toetungen von Mitgliedern der gewaehlten Hamasregierung.

Israel braucht eine kompromisslose Hamas, sie will die Siedlungspolitik fortsetzen, denn mit Frieden ist das nicht moeglich. Wo, wenn nicht in Gaza, koennte es seine neue Waffen testen?
[/quote]
Na, da war kann das Interesse an Frieden und kooperativer Nachbarschaft nicht besonders groß gewesen sein, wenn ein paar Sprüche aus den eigenen Reihen eine derartige Trendwende hervorrufen können.

Nach deiner Meinung also wäre es dann ja legitim, wenn die israelische Opposition und die israelische Friedensbewegung angesichts des dauernden Terrors und
der dauernden Bedrohung durch die Hamashisbollahdschihaddaeshterroristen ihre Aktivitäten einstellten - wieso misst du da mit zweierlei Maaß ?

#38 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von Jade 25.04.2017 09:05

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Gerade „Breaking the silence“ ist ein Dorn in Netanjahus Augen. Diese – und alle anderen - sollten eigentlich möglichst nur genehmigte und zensierte Aufklärung betreiben, so es nach ihm & Co. gehen würde. Ich erinnere an die Wanderausstellung in Deutschland, wo u.a. Köln diese verbot. Auszüge aus einem Schreiben der „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ an den OB der Stadt Köln vom 16.6.2015

<<[…] <<Das 50-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel war Anlass für viele Veranstaltungen in der Republik. Anders als die Stadt Köln trauten sich andere Veranstalter, diese auch kritisch zu betrachten, wie z.B. Deutschlandradiokultur, das von der großen Auswanderung von Israel nach Deutschland berichtete. Das duldet die israelische Botschaft natürlich noch. Wenn allerdings die Verbrechen der israelischen Besatzungsmacht von dem Besatzer selbst freiwillig aus Schuld und Scham zugegeben werden, widerspricht dies dem angestrebten Idealbild von Israel, das anscheinend nicht nur die israelische politische Klasse, sondern auch ein Teil der deutschen propagieren will.

Israel ist auf einer undemokratischen Struktur gegründet: Seit seiner Gründung vor 67 Jahren besteht ein Ausnahmezustand im Lande. Pressefreiheit wird zensiert, eine interreligiöse Eheschließung ist unmöglich, Schulen bekommen Boni je nach dem Prozentsatz der SchülerInnen, die nach dem Schulabschluss Kampfeinheiten im israelischen Militär beitreten, und Universitäten erstatten dem Inneren Sicherheitsdienst Bericht über die politischen Einstellungen ihren AbsolventInnen. All das wäre im heutigen Deutschland aufgrund der hierzulande herrschenden Strukturen unvorstellbar. Wenn es aber um Israel geht haben Sie anscheinend Angst, diese Strukturen zu zeigen, selbst wenn sie von jüdischen Israelis – wie Breaking the Silence – angeprangert werden.
Sie begründen Ihre Entscheidung mit der Angst, eine solche Ausstellung könnte antisemitische Reaktionen hervorrufen. Damit opfern Sie die Wahrheit und Meinungsfreiheit auf dem Altar Ihrer Angst. Angst jedoch war und ist in vielen totalitären Systemen das ultimative Mittel, Menschen zum Schweigen zu bringen. […]<<

Ich denke eigentlich nicht, dass Sigmar Gabriel sich davon abhalten lässt, diese Friedensaktivisten-Gruppen zu treffen. Frau Merkel hat ein Treffen mit Netanjahu abgesagt und auf das nächste Jahr verschoben. Ich denke, dies ist so eine Art „Feigheit“ vor dem „Freund“. Und von ihrem Besuch erwarten die Menschen in Deutschland, dass dieser nicht nur mit „shake hands“ verbunden sein würde, sondern mit ganz klarer Stellungnahme, sprich: Kritik. Ich hoffe doch, Gabriel wird solche verlauten lassen!?

#39 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von blues 25.04.2017 09:12

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Zitat von sahar im Beitrag #34
Benjamin Netanyahu will nicht, dass der deutsche Außenminister in Jerusalem israelische Menschenrechtsorganisationen trifft. Angeblich drohte Israels Premier sogar damit, sein Treffen mit Sigmar Gabriel abzusagen.

Man "schaetze" es grundsaetzlich nicht, wenn deutsche Regierungsvertreter die Vertreter der Menschenrechtsorganisationen wie B'Tselem und "Breaking the Silence" treffen. Netanjahu droht damit, das geplante Treffen mit dem deutschen Aussenminister platzen zu lassen. Der saubere Herr Netanjahu will also Gabriel "abstrafen" und stellte ihm ein Ultimatum.

Mal schaun, ob der Aussenminister der Bundesrepublik aus Staatsraison einknickt.


Komisch - oder findest du nicht - dass da Israels langer Arm sowas wie Gabriels anvisiertes Treffen mit israelischen Oppositionellen nicht verhindern konnte ?

Aber mal generell, es ist beschämend für die derzeitige rechtskonservative Regierung Israels damit zu drohen dem deutschen Außenminister ein Treffen zu versagen, weil dieser mit Nichtregierungsorganisation ein Treffen plant.

Es ist zu wünschen, dass Gabriel hier ein eindeutiges Zeichen setzt und auf ein Treffen mit Netanyahu verzichtet und dieses - wie es die Kanzlerin ja auch tat - verschiebt.

#40 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von blues 25.04.2017 09:33

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Zitat von Jade im Beitrag #38
Gerade „Breaking the silence“ ist ein Dorn in Netanjahus Augen. Diese – und alle anderen - sollten eigentlich möglichst nur genehmigte und zensierte Aufklärung betreiben, so es nach ihm & Co. gehen würde. Ich erinnere an die Wanderausstellung in Deutschland, wo u.a. Köln diese verbot. Auszüge aus einem Schreiben der „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ an den OB der Stadt Köln vom 16.6.2015

<<[…] <<Das 50-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel war Anlass für viele Veranstaltungen in der Republik. Anders als die Stadt Köln trauten sich andere Veranstalter, diese auch kritisch zu betrachten, wie z.B. Deutschlandradiokultur, das von der großen Auswanderung von Israel nach Deutschland berichtete. Das duldet die israelische Botschaft natürlich noch. Wenn allerdings die Verbrechen der israelischen Besatzungsmacht von dem Besatzer selbst freiwillig aus Schuld und Scham zugegeben werden, widerspricht dies dem angestrebten Idealbild von Israel, das anscheinend nicht nur die israelische politische Klasse, sondern auch ein Teil der deutschen propagieren will.

Israel ist auf einer undemokratischen Struktur gegründet: Seit seiner Gründung vor 67 Jahren besteht ein Ausnahmezustand im Lande. Pressefreiheit wird zensiert, eine interreligiöse Eheschließung ist unmöglich, Schulen bekommen Boni je nach dem Prozentsatz der SchülerInnen, die nach dem Schulabschluss Kampfeinheiten im israelischen Militär beitreten, und Universitäten erstatten dem Inneren Sicherheitsdienst Bericht über die politischen Einstellungen ihren AbsolventInnen. All das wäre im heutigen Deutschland aufgrund der hierzulande herrschenden Strukturen unvorstellbar. Wenn es aber um Israel geht haben Sie anscheinend Angst, diese Strukturen zu zeigen, selbst wenn sie von jüdischen Israelis – wie Breaking the Silence – angeprangert werden.
Sie begründen Ihre Entscheidung mit der Angst, eine solche Ausstellung könnte antisemitische Reaktionen hervorrufen. Damit opfern Sie die Wahrheit und Meinungsfreiheit auf dem Altar Ihrer Angst. Angst jedoch war und ist in vielen totalitären Systemen das ultimative Mittel, Menschen zum Schweigen zu bringen. […]<<

Ich denke eigentlich nicht, dass Sigmar Gabriel sich davon abhalten lässt, diese Friedensaktivisten-Gruppen zu treffen. Frau Merkel hat ein Treffen mit Netanjahu abgesagt und auf das nächste Jahr verschoben. Ich denke, dies ist so eine Art „Feigheit“ vor dem „Freund“. Und von ihrem Besuch erwarten die Menschen in Deutschland, dass dieser nicht nur mit „shake hands“ verbunden sein würde, sondern mit ganz klarer Stellungnahme, sprich: Kritik. Ich hoffe doch, Gabriel wird solche verlauten lassen!?






Mal generell, Israel ist ein demokratischer Rechtsstaat in dem es eine agile und starke politische Opposition erstaunlichen Zuspruchs erfreut (eine derartige Opposition fehlt auf Seiten der Palis - das solltest du berücksichtigen)

Israel wird seit 67 Jahren mit Krieg und Terror bedroht daher hat Israel ein spezielles Sicherheitsinteresse seiner Bürger/innen.

Vielleicht verstehst du das ja wenn du dir das mal in den Relationen anschaust (die Opferzahlen der Palestinensischen Bevölkerung sind ja bekannt):

Seit dem Jahr 2000 - 2015:

es sind "1292 tote Zivilisten durch palästinensische Attentate in Israel seit der Jahrtausendwende. Hochgerechnet auf die deutsche Bevölkerung wären das 12.000 Tote durch Terroranschläge in 15 Jahren."
https://www.welt.de/debatte/kolumnen...len-nicht.html

Wie meinst du sähe es in Deutschland angesichts der o.g. Opferzahlen aus, meinst du Deutschland würde bei 12000 Toten immer so weiter machen wie bisher ? und warum meinst du fehlt es an einer politischen Opposition auf Seiten der Palestinenser die den Terror der Hamashisbollahdschihaddaeshterroristen verurteilt ?

Und ja, hoffentlich verzichtet der deutsche Aussenminister auf ein Treffen mit Netanyahu (so wie das die Kanzlerin auch schon zu Beginn des Jahres tat) und trifft sich mit der israelischen Opposition.

#41 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von Bin Online 25.04.2017 11:30

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Wenn unser Außenminister Frankreich besucht, oder Schweden oder Spanien oder die USA:
Kommt er da mit regierungskritischen NGOs zusammen? Nein.
Übrigens auch nicht in Ramallah oder Teheran. Aber in Israel.

#42 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von Bin Online 25.04.2017 12:03

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ANDREAS CASDORFF berichtet heute im eher israelkritischen Tagesspiegel, unter dem Titel "Israels vorbildliche Demokratie" Erstaunliches.

"Da sage noch einer, Israel sei keine vorbildliche Demokratie. In der Knesset, dem Parlament, herrscht eine Transparenz, die man sich nur wünschen kann. Für alle sichtbar gemacht wird per Computer auf einer Leinwand, welcher der 120 Abgeordneten gerade im Haus ist. Die aktuellen Mehrheitsverhältnisse sind aufgezeigt, das Abstimmungsverhalten jedes Parlamentariers ist abzulesen.

Ausschusssitzungen werden bis auf wenige Ausnahmen - zu Sicherheitsfragen - live online übertragen. Ausschüsse sind offen für Bürger. Wer sich beim Sekretariat angemeldet hat, kann teilnehmen. Und nach Vorankündigung auch Fragen stellen. Stellt sich die Frage, wann das alles auch im deutschen Parlament Wirklichkeit wird."


http://www.tagesspiegel.de/politik/casdo...e/19713006.html

#43 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von Händisch 25.04.2017 12:15

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Zitat von Bin Online im Beitrag #41
Wenn unser Außenminister Frankreich besucht, oder Schweden oder Spanien oder die USA:
Kommt er da mit regierungskritischen NGOs zusammen? Nein.
Übrigens auch nicht in Ramallah oder Teheran. Aber in Israel.



Das ist eine völlig durchschnittliche diplomatische Handlung, oder soll es untersagt sein, sich auch mit Regierungs-Kritischen
Organisationen auseinanderzusetzen, insbesondere, wenn es sich um Menschenrechtsorganisationen handelt? Das geht die
jeweilige Gastgeberregierung schlicht nichts an, oder besucht Gabriel eine Diktatur? So einen Vorgang gäbe es umgekehrt
hierzulande niemals.
Und auch dem belgischen Premierminister wurde das einst übelgenommen..

Zitat
Als sich vor Kurzem der belgische Premierminister Charles Michel mit linken israelischen NGOs traf, bestellte das Außenministerium in Jerusalem den belgischen Botschafter ein.


Ich glaub', mich tritt mein Pferd!

#44 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von Jade 25.04.2017 13:32

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Zitat
Zitat von Sahar
Ich zitierte aus dem Jahr 2006, Sie aus 2009. Dazwischen liegen drei Jahre - die ausgestreckte Hand wurde ignoriert. Es folgten Boykott, Blockade, gezielte Toetungen von Mitgliedern der gewaehlten Hamasregierung.

Israel braucht eine kompromisslose Hamas, sie will die Siedlungspolitik fortsetzen, denn mit Frieden ist das nicht moeglich. Wo, wenn nicht in Gaza, koennte es seine neue Waffen testen?


Zitat
Na, da war kann das Interesse an Frieden und kooperativer Nachbarschaft nicht besonders groß gewesen sein, wenn ein paar Sprüche aus den eigenen Reihen eine derartige Trendwende hervorrufen können.

Nach deiner Meinung also wäre es dann ja legitim, wenn die israelische Opposition und die israelische Friedensbewegung angesichts des dauernden Terrors und
der dauernden Bedrohung durch die Hamashisbollahdschihaddaeshterroristen ihre Aktivitäten einstellten - wieso misst du da mit zweierlei Maaß ?



Sorry, Blues, Sie schieben mir hier ein Zitat unter, das nicht von mir getätigt wurde!!!
Warum auch sollte ich im AfD-Thread so etwas äußern?

#45 RE: Nahost-Konflikt-Sammelthread von blues 25.04.2017 13:55

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Zitat von Jade im Beitrag #44


Sorry, Blues, Sie schieben mir hier ein Zitat unter, das nicht von mir getätigt wurde!!!
Warum auch sollte ich im AfD-Thread so etwas äußern?


Oh, entschuldige bitte vielmals, der von mir zitierte Beitrag ist der #33 von sahar aus diesem Strang, da ist irgendwas verkehrt gelaufen, vielleicht könntet ihr da die Namen von jade zu sahar umbenennen, ich wollte da sicherlich niemandem irgendetwas unterschieben.
Nochmal entschuldige bitte, aber die zitatfunktion ist etwas sperrig

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