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#136 RE: Pressefreiheit à la Carte von merte 14.06.2017 21:35

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Ich sachs mal so, die Nachdenkseiten bringen es auf den Punkt, oder:


http://www.nachdenkseiten.de/?p=38750

Ist getze natürlich peinlich für die Rechtsorientierten, aber logisch und fundiert!

#137 RE: Pressefreiheit à la Carte von blues 14.06.2017 21:37

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Zitat von blues im Beitrag Nahost-Konflikt-Sammelthread
Da hier ja betont wird das Israelkritik weder Israelhass noch Judenhass sei, wie kommt es, das du Sahar im PSW gefälschte Talmudzitate gebrauchst um damit deine Kritik an Israel zu untermauern,

nachzulesen, hier:

http://www.politik-sind-wir.de/showthread.php/41829-Israel-abschaffen/page235

Ich hatte dich darauf angesprochen, was du sicherlich nur überlesen hast.

Also, die angeführten Zitate sind Fälschungen aus dem Machwerk des ungarischen Antisemiten Baron Luzsenszky.

"Die Quellenangabe Choschen Hamischpath mit den Nummern 156 und 271, wie sie so häufig zitiert wird stammt ursprünglich aus dem Buch „Der Talmud in nichtjüdischer Beleuchtung”, Autor ist der ungarische Antisemiten Baron Luzsenszky, herausgegeben in Budapest 1931.

nachzulesen hier:

http://www.talmud.de/tlmd/haeufige-fragen-zum-talmud/

Warum benutzt du einen Judenhasser zur Untermauerung deiner Israelkritik wenn du doch kein Juden/Israelhasser sein möchtest?

Übrigens, die Zitate aus der Charta der Hamasterroristen auf die dein Beitrag antwortet, aber entsprechen den Tatsachen. Ja, auch wenn du das nicht wahrhaben möchtest, die Hamashisbollahdschihadterroristen wollen Israel vernichten und Juden töten um einen despotischen Kalifatstaat zu errichten.

Und ja, die Hamashisbollahdschihaddaeshterroristen halten die "Protokolle der Weisen von Zion" für einen Tatsachenbericht.



#138 RE: Pressefreiheit à la Carte von Jade 14.06.2017 22:40

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Zitat von merte im Beitrag #136
Ich sachs mal so, die Nachdenkseiten bringen es auf den Punkt, oder:


http://www.nachdenkseiten.de/?p=38750

Ist getze natürlich peinlich für die Rechtsorientierten, aber logisch und fundiert!


Ein hervorragender Artikel von Jens Berger.

#139 RE: Pressefreiheit à la Carte von Orion 14.06.2017 22:50

Ja, da sieht man den Unterschied zwischen Fakebook / Bild-Zeitung und anspruchsvollem Journalismus.

#140 RE: Pressefreiheit à la Carte von sahar 15.06.2017 07:12

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Zitat von Jade im Beitrag #138
Zitat von merte im Beitrag #136
Ich sachs mal so, die Nachdenkseiten bringen es auf den Punkt, oder:


http://www.nachdenkseiten.de/?p=38750

Ist getze natürlich peinlich für die Rechtsorientierten, aber logisch und fundiert!


Ein hervorragender Artikel von Jens Berger.


Das beste, was ich bislang zu diesem Thema gelesen habe.

#141 RE: Pressefreiheit à la Carte von blues 15.06.2017 12:12

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Oh ja, ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der verschweigt wer Walter Guiness war, das Walter Guinness die Chance hatte Menschenleben zu retten, dies aber nicht tat :
"...von bis zu einer Million jüdischer Menschen (insbesondere aus Ungarn) im Austausch gegen die Lieferung von Waren durch die Westalliierten an Hitlerdeutschland auch auf Anraten Moynes abgelehnt wurde und der Holocaust auch über Ungarns Juden hereinbrach, "

wieso Moynes ? da hier ja kaum Interesse an Quellenarbeit besteht, Walter Guinness war der 1. Baron Moyne.

https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Guinness,_1._Baron_Moyne

ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der Anette Grothes Aussage Israel vergifte das Mittelmeer einfach negiert - die alte Lüge, der alte vom mittelalterlichen Wahn zerfressende pure Menschenhass, Juden seien Brunnenvergifter,

- na aber das "System" des Negierens kennen hier ja auch einige,

ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der die Heldentat der Eichmannjäger als "zwielichtig" beschreibt,
ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der kein Wort über Abbas geifernden Judenhass verliert, die alte Lüge, der alte vom mittelalterlichen Wahn zerfressende pure Menschenhass, Juden seien Brunnenvergifter,
ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der selbstverständlich die Massaker, die Morde der Moslems verschweigt - weit vor der Staatsgründung Israels und dem die entschädigungslose Enteignung und Vertreibung der Juden aus fast allen moslemischen Staaten kein einziges Wort wert ist.
ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der kein Wort über den gegenwärtigen Judenhass verliert,
ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der diesen Hass der Thema der Reportage ist einfach verschweigt.

zit. a.o.g. Artikel:

"Man sollte Journalismus nicht mit Propaganda verwechseln."

#142 RE: Pressefreiheit à la Carte von Bin Online 15.06.2017 12:32

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Den Artikel habe ich auch gelesen, bei jeden Absatz, bei jeden Satz fiel mir Julius Streicher ein.
Ob der Autor die Doku sich überhaupt angesehen hat?

#143 RE: Pressefreiheit à la Carte von Orion 15.06.2017 12:36

Natürlich nicht. Ähnlichkeiten mit des Textes mit dem Filminhalt sind rein zufällig.
Jaja, überall kleine Streichers ...

#144 RE: Pressefreiheit à la Carte von sahar 15.06.2017 13:33

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Dem Artikel von Jens Berger ist eigentlich nichts mehr hinzuzufuegen.
Dennoch ist ergaenzend der Kommentar der Nahostexpertin Gemma Poerzgen m.E.n. lesenswert.

"Pörzgen: Ich habe mir natürlich auch neugierig diesen Film angeguckt nach der ganzen Debatte und war dann doch sehr erschreckt, dass er noch viel schlechter ist, als ich es ursprünglich gedacht hatte. Er hat einfach eine sehr klare propagandistische Linie und zeigt aus meiner Sicht eben diese ganze Thematik sehr einseitig, indem er sehr gezielt bestimmte Gesprächspartner auswählt, andere weglässt und eben eine ganz klare Zielrichtung hat. Wenn man mit Kollegen spricht, die vor Ort ein bisschen mitbekommen haben, wie diese Dreharbeiten gelaufen sind, bestätigt sich dieser Eindruck. Da kamen Leute, die hatten ganz Festes vor, und das haben sie eben umgesetzt.

Pörzgen: Sie hatten meiner Ansicht nach vor, Dinge sehr stark zu vermischen. Der Auftrag war ja eigentlich gewesen, die Arte-Redaktion hatte ihnen aufgetragen, dass sie eben sich in Europa umsehen sollten in verschiedenen Ländern und der wichtigen Frage nachgehen, warum gibt es dort Antisemitismus, wie zeigt der sich? Und stattdessen sind sie eben mitten hinein in den Nahostkonflikt gefahren, irgendwie auch noch nach Gaza, wo natürlich der Hass hochkocht und wo man natürlich sich sehr leichttut als Journalist, Antisemitismus zu finden, weil er ist natürlich da, er ist Teil sozusagen auch des palästinensischen Narrativs in diesem sehr aufgeheizten Konflikt. Aber wenn man auf der israelischen Seite gefragt hätte, hätte man auch dort sehr viel Hass gegen Palästinenser geerntet. Und aus meiner Sicht lenkt das eben sehr ab von dem eigentlichen Thema, mit dem wir uns auch vor allem in Europa beschäftigen sollten.

Pörzgen: Es gibt zum Beispiel eine Szene, wo die Autoren nach Gaza einreisen, das ist ein Gebiet, in dem ich auch gewesen bin während meiner Tätigkeit im Nahostkonflikt. Ich bin noch nie so einfach da reingekommen, wie die das schildern. Sie zeigen dann eben Hotels, die es natürlich gibt, weil das ist eine sehr widersprüchliche Wirklichkeit dort. Man hat natürlich Luxushotels, es gibt Sushi-Bars, aber es gibt eben auch sehr viel Elend. Und dieses Elend zeigen die überhaupt nicht. Es wird auch gar nicht erklärt, dass es ein Gebiet ist, in dem die Leute nicht selbst ausreisen können, sondern eingesperrt sind, dass die palästinensische Autonomiebehörde überhaupt keine Möglichkeiten mehr hat zum Zugriff auf dieses Gebiet. Es ist sozusagen umgeben auch von einem Zaun, es ist völlig unter israelischer Kontrolle und natürlich unter der Kontrolle der Hamas, die in dem Film auch vorkommt, aber eben eigentlich nur dazu dient, dieses Narrativ zu bedienen, dass eben bei den Palästinensern der Antisemitismus eigentlich das Ausschlaggebende ist. Und ich finde, das lässt eben völlig weg die ganze Problematik der Besatzung. Das Wort fällt nicht. Es gibt keine israelischen Siedler, es gibt sehr einseitige Vorwürfe an die Hilfsorganisationen, die dort sehr engagiert arbeiten und zum Teil natürlich die Arbeit machen, die eigentlich die israelische Besatzungsmacht übernehmen müsste, die ja in der Verantwortung steht immer noch für dieses Gebiet.

Pörzgen: Ich persönlich finde eben ganz im Gegenteil, dass man viel stärker herausarbeiten müsste, dass es natürlich Unterschiede gibt zwischen Antisemitismus, das ist eine klare rassistische und menschenfeindliche Grundhaltung gegenüber Juden, auf der anderen Seite eben Antizionismus, den man auch bei vielen Juden antreffen kann, die eben einfach diese nationalistische Ideologie oder nationalreligiöse Ideologie ablehnen, und dann der Israel-Kritik, die sich gegen die israelische Regierung richtet, vor allem gegen ihren Umgang mit den Palästinensern und eben ihrer Besatzungspolitik. Und indem man versucht, diese Dinge alle zu vermengen, wird man, glaube ich, allen drei Problemen nicht gerecht, was nicht bedeutet, dass es natürlich unter vielen Israel-Kritikern auch Leute gibt, die antisemitische Töne anschlagen. Ich habe das selbst erlebt als Journalistin, als ich zurück kam aus Israel, auch so in den Ferien, wenn man dann über seine Eindrücke gesprochen hat, dass man irgendwie merkt, plötzlich kippt irgendwas um, wo es eine berechtigte Kritik gab und man durchaus darstellt, was für Probleme in Israel und auch in den Palästinensergebieten vorhanden sind, plötzlich kriegt das so einen Ton. Und ich finde, die Aufgabe des Filmes wäre gewesen, genau dieses darzustellen: Wann beginnt eigentlich Antisemitismus, wann ist es sozusagen eine rassistische, menschenverachtende Grundhaltung. Und ich finde, das muss man eben eher abgrenzen, statt es alles zu verrühren."

http://www.deutschlandfunk.de/antisemiti...ticle_id=388747

#145 RE: Pressefreiheit à la Carte von Orion 15.06.2017 16:57

Zitat von blues im Beitrag #141
Oh ja, ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der verschweigt wer Walter Guiness war, das Walter Guinness die Chance hatte Menschenleben zu retten, dies aber nicht tat :"...von bis zu einer Million jüdischer Menschen (insbesondere aus Ungarn) im Austausch gegen die Lieferung von Waren durch die Westalliierten an Hitlerdeutschland auch auf Anraten Moynes abgelehnt wurde und der Holocaust auch über Ungarns Juden hereinbrach, "wieso Moynes ? da hier ja kaum Interesse an Quellenarbeit besteht, Walter Guinness war der 1. Baron Moyne.https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Gui..._Baron_Moyneein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der Anette Grothes Aussage Israel vergifte das Mittelmeer einfach negiert - die alte Lüge, der alte vom mittelalterlichen Wahn zerfressende pure Menschenhass, Juden seien Brunnenvergifter, - na aber das "System" des Negierens kennen hier ja auch einige,ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der die Heldentat der Eichmannjäger als "zwielichtig" beschreibt,ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der kein Wort über Abbas geifernden Judenhass verliert, die alte Lüge, der alte vom mittelalterlichen Wahn zerfressende pure Menschenhass, Juden seien Brunnenvergifter,ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der selbstverständlich die Massaker, die Morde der Moslems verschweigt - weit vor der Staatsgründung Israels und dem die entschädigungslose Enteignung und Vertreibung der Juden aus fast allen moslemischen Staaten kein einziges Wort wert ist.ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der kein Wort über den gegenwärtigen Judenhass verliert, ein anspruchsvoller, ein ganz hervorragender Artikel, der diesen Hass der Thema der Reportage ist einfach verschweigt.

Da haben Sie vor lauter Schaum vorm Mund den Artikel auf den Nachdenkseiten nicht richtig lesen können und vor Allem nicht verstanden, worum es dort ging. Deshalb zur Erläuterung: Dieser Artikel war eine detaillierte Kritik der Arte-Dokumentation und hatte nicht die Absicht, deren einseitige Darstellungen zu übertreffen und handwerkliche Fehler zu kopieren.

#146 RE: Pressefreiheit à la Carte von Jade 15.06.2017 17:06

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Zitat von Orion im Beitrag #143
Natürlich nicht. Ähnlichkeiten mit des Textes mit dem Filminhalt sind rein zufällig.
Jaja, überall kleine Streichers ...


Apropos Streicher:
Denke da gerade an zwei "Brüder im Geiste" à la Statler und Waldorf aus der Muppet Show.

Der eine spielt die Bratschen
da kann er besser knatschen.
Der andre spielt den Kontrabass
zu absorbieren seinen "Brass".

#147 RE: Pressefreiheit à la Carte von sahar 16.06.2017 11:34

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Noch eine m.E.n. lesenswerte Stimme zum Thema des Filmes von WDR und ARTE von Arn Strohmeyer:

"Schlimme Geschichtsklitterung und ein ideologisch vernebelter Blick auf die Realität


Es ist schon toll, was im deutschen Fernsehen alles möglich sein sollte, wenn die Verantwortlichen im WDR und bei ARTE nicht die Notbremse gezogen und den Beitrag „Auserwählt und ausgegrenzt. Der Hass auf Juden in Europa“ aus dem Programm genommen hätten. Um die Juden in Europa geht es in diesem Film aber kaum und nur am Rande, sondern hauptsächlich um den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern, und da werden die ganzen höchst peinlichen Stereotypen aufgetischt, die die israelische Propaganda (für die Hasbara gibt es sogar ein eigenes Ministerium) seit Jahrzehnten benutzt, um die Unrechtmäßigkeit ihrer siedlerkolonialistischen Herrschaft in Palästina zu verschleiern. Beispiel: Im Film werden die Palästinenser als die „neuen Nazis“ dargestellt. Der Bildschnitt von Palästinenserpräsident Abbas zum NS-Ideologen Julius Streicher sagt da allein alles. Schon im Jahr 1983 hat der deutsch-jüdische Historiker Dan Diner, der jetzt an der Universität von Jerusalem lehrt, zu diesem Thema einen wegweisenden Aufsatz geschrieben.

Diner argumentiert: Für das offizielle Israel und die meisten Israel-Verteidiger ist einzig der islamische Antisemitismus für den Konflikt Israels mit den Palästinensern verantwortlich. Die Tatsache, dass eine koloniale Staatenbildung durch zugewanderte Fremde in einem voll bewohnten Land automatisch Gewalt herbeiführen muss (wovor ja auch viele vorausschauende Zionisten gewarnt haben), und es Hass auf den Zionismus im Nahen Osten erst seit der Ankunft der ersten jüdischen Siedler in Palästina gibt, sind sie nicht bereit einzugestehen.

Die Auseinandersetzung zwischen Israel und den Palästinensern ist so gesehen in den Augen der Israel-Verteidiger auch kein kolonialer Konflikt – mit allen Folgen, die dieser Siedlerkolonialismus mit sich bringt: Landraub, Vertreibung, Entrechtung, Unterdrückung, Besatzung usw. Die Israel-Verteidiger argumentieren rein zionistisch: Die Palästinenser sind Antisemiten, sie wollen keinen Frieden. Das Problem, das allem zu Grunde liegt, ist für sie also der Antisemitismus und in seinem Gefolge der „Terrorismus“. Nun gibt es auch im Völkerrecht für unterdrückte oder besetzte Völker ein Widerstandsrecht gegen das feindliche Militär, aber das ist für sie kein Argument. Israel ist und bleibt das Opfer und ist so auch von jeder Verantwortung befreit.“


Indem die jüdischen Israelis den Konflikt mit den Palästinensern und den Arabern insgesamt unter das Vorzeichen des Antisemitismus stellen, bringen sie den Konflikt auch direkt mit dem Holocaust in Zusammenhang. Sie vermengen also den kolonialen Konflikt in Palästina mit der Vernichtung der europäischen Juden durch die Nazis. Das heißt aber, dass die Israelis das wahre Geschehen in Palästina, also die wirklichen Ursachen des Konflikts und seine Austragungsformen nicht zur Kenntnis nehmen und verleugnen. Denn die Palästinenser haben mit der Vernichtung der europäischen Juden nichts zu tun. In Palästina handelt es sich aber um eine koloniale Auseinandersetzung, bei der jüdische Einwanderer ein anderes Volk – eben die Palästinenser – mit Gewalt aus ihrer Heimat vertrieben und ihre Gesellschaft zerstört haben, um in diesem Land ihre staatliche Existenz aufzubauen.

Die jüdischen Israelis deuten den Konflikt mit den Palästinensern also als Fortsetzung ihrer Verfolgungsgeschichte außerhalb Palästinas. Wobei es natürlich völlig klar und ganz selbstverständlich war und ist, dass die Angegriffenen – die Palästinenser – sich gegen ihre Vertreibung und Kolonialisierung wehrten und auch heute noch wehren, was aber zu einer paradoxen und absurden Situation führte. Denn die zionistischen Neueinwanderer stellten und stellen sich entsprechend ihrer langen Verfolgungsgeschichte – gipfelnd im Holocaust – als die Angegriffenen und als die Hassobjekte dar, also als die eigentlichen Opfer. Die wirklich Angegriffenen – die Palästinenser – wurden und werden zu den eigentlichen Tätern gemacht. Die Rollen von Tätern und Opfern wurden also völlig umgekehrt. Diese Verkehrung machte es auch möglich, dass die Israelis ihre Schuld, die Palästinenser im Verlauf des zionistischen Kolonisierungsprozesses verdrängt und vertrieben zu haben, leugnen konnten. Israel verdrängt die Fakten seines Vorgehens gegen die Palästinenser bis heute. Eine Aufarbeitung des gewaltsamen Vorgehens gegen die Palästinenser – etwa der Nakba – ist für die israelischen Juden deshalb so schwierig, weil damit die Grundlagen des zionistischen Projekts insgesamt in Frage gestellt würden."

Quelle: http://www.palaestina-portal.eu/Stimmen_...n_in_Europa.htm

#148 RE: Pressefreiheit à la Carte von blues 19.06.2017 10:06

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Zitat von Orion im Beitrag #145

Da haben Sie vor lauter Schaum vorm Mund den Artikel auf den Nachdenkseiten nicht richtig lesen können und vor Allem nicht verstanden, worum es dort ging. Deshalb zur Erläuterung: Dieser Artikel war eine detaillierte Kritik der Arte-Dokumentation und hatte nicht die Absicht, deren einseitige Darstellungen zu übertreffen und handwerkliche Fehler zu kopieren.


Werd nicht albern,
Schaum vor dem Mund, so ein Unsinn,

mein Blutdruck hier liegt bei 15 zu 20 .
Und Berger ist eine Meinung, der gegenüber stehen aber eine Menge anderer die "Systemmedien" sind voll davon, die mal darauf aufmerksam machen wie das so geht mit dem Antisemitismus der sich Als Israelkritik tarnt.

Handwerkliche Fehler, ich erinnere mich, dass die "Kritiker" anmahnten das die Abbas Hetze vom zionistischen (Brunnen)vergiften gelogen wäre - dabei lässt sie sich in allen Sprachen im Archiv des EU Parlamentes nachlesen - so man das denn will -
Frau Grothe - wird ebensowenig zur Kenntnis genommen, genausowenig wie die zig Rapper oder die Hasser in Deutschland, in Frankreich, in Paris.

Du und deinesgleichen aber habt kein Interesse daran den Judenhass der - von dir und deinesgleichen als edle Freiheitshelden verehrten Terroristen - Palästinenser, islamistischen Fundamentalisten und ihren Fans in Europa und den Staaten der Zivilisation überhaupt wahrzunehmen. Da steckt er tief im Sand der Israelkritikerkopf.

Die Nachdenkseiten begannen einmal recht vielversprechend - wurden dann aber von aller Hand verschwörungsschwurbelnden Aluhütvhenträgern infiltriert und nachdem sich die beiden Macher entzweiten blieben nur noch so qualitätsvolle Chemtrailanalytiker wie Jebsen und die anderen Klangschalenmystiker.

#149 RE: Pressefreiheit à la Carte von blues 19.06.2017 10:46

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Zitat von sahar im Beitrag #144
Dem Artikel von Jens Berger ist eigentlich nichts mehr hinzuzufuegen.
Dennoch ist ergaenzend der Kommentar der Nahostexpertin Gemma Poerzgen m.E.n. lesenswert.

"Pörzgen: Ich habe mir natürlich auch neugierig diesen Film angeguckt nach der ganzen Debatte und war dann doch sehr erschreckt, dass er noch viel schlechter ist, als ich es ursprünglich gedacht hatte. Er hat einfach eine sehr klare propagandistische Linie und zeigt aus meiner Sicht eben diese ganze Thematik sehr einseitig, indem er sehr gezielt bestimmte Gesprächspartner auswählt, andere weglässt und eben eine ganz klare Zielrichtung hat. Wenn man mit Kollegen spricht, die vor Ort ein bisschen mitbekommen haben, wie diese Dreharbeiten gelaufen sind, bestätigt sich dieser Eindruck. Da kamen Leute, die hatten ganz Festes vor, und das haben sie eben umgesetzt.

Pörzgen: Sie hatten meiner Ansicht nach vor, Dinge sehr stark zu vermischen. Der Auftrag war ja eigentlich gewesen, die Arte-Redaktion hatte ihnen aufgetragen, dass sie eben sich in Europa umsehen sollten in verschiedenen Ländern und der wichtigen Frage nachgehen, warum gibt es dort Antisemitismus, wie zeigt der sich? Und stattdessen sind sie eben mitten hinein in den Nahostkonflikt gefahren, irgendwie auch noch nach Gaza, wo natürlich der Hass hochkocht und wo man natürlich sich sehr leichttut als Journalist, Antisemitismus zu finden, weil er ist natürlich da, er ist Teil sozusagen auch des palästinensischen Narrativs in diesem sehr aufgeheizten Konflikt. Aber wenn man auf der israelischen Seite gefragt hätte, hätte man auch dort sehr viel Hass gegen Palästinenser geerntet. Und aus meiner Sicht lenkt das eben sehr ab von dem eigentlichen Thema, mit dem wir uns auch vor allem in Europa beschäftigen sollten.

Pörzgen: Es gibt zum Beispiel eine Szene, wo die Autoren nach Gaza einreisen, das ist ein Gebiet, in dem ich auch gewesen bin während meiner Tätigkeit im Nahostkonflikt. Ich bin noch nie so einfach da reingekommen, wie die das schildern. Sie zeigen dann eben Hotels, die es natürlich gibt, weil das ist eine sehr widersprüchliche Wirklichkeit dort. Man hat natürlich Luxushotels, es gibt Sushi-Bars, aber es gibt eben auch sehr viel Elend. Und dieses Elend zeigen die überhaupt nicht. Es wird auch gar nicht erklärt, dass es ein Gebiet ist, in dem die Leute nicht selbst ausreisen können, sondern eingesperrt sind, dass die palästinensische Autonomiebehörde überhaupt keine Möglichkeiten mehr hat zum Zugriff auf dieses Gebiet. Es ist sozusagen umgeben auch von einem Zaun, es ist völlig unter israelischer Kontrolle und natürlich unter der Kontrolle der Hamas, die in dem Film auch vorkommt, aber eben eigentlich nur dazu dient, dieses Narrativ zu bedienen, dass eben bei den Palästinensern der Antisemitismus eigentlich das Ausschlaggebende ist. Und ich finde, das lässt eben völlig weg die ganze Problematik der Besatzung. Das Wort fällt nicht. Es gibt keine israelischen Siedler, es gibt sehr einseitige Vorwürfe an die Hilfsorganisationen, die dort sehr engagiert arbeiten und zum Teil natürlich die Arbeit machen, die eigentlich die israelische Besatzungsmacht übernehmen müsste, die ja in der Verantwortung steht immer noch für dieses Gebiet.

Pörzgen: Ich persönlich finde eben ganz im Gegenteil, dass man viel stärker herausarbeiten müsste, dass es natürlich Unterschiede gibt zwischen Antisemitismus, das ist eine klare rassistische und menschenfeindliche Grundhaltung gegenüber Juden, auf der anderen Seite eben Antizionismus, den man auch bei vielen Juden antreffen kann, die eben einfach diese nationalistische Ideologie oder nationalreligiöse Ideologie ablehnen, und dann der Israel-Kritik, die sich gegen die israelische Regierung richtet, vor allem gegen ihren Umgang mit den Palästinensern und eben ihrer Besatzungspolitik. Und indem man versucht, diese Dinge alle zu vermengen, wird man, glaube ich, allen drei Problemen nicht gerecht, was nicht bedeutet, dass es natürlich unter vielen Israel-Kritikern auch Leute gibt, die antisemitische Töne anschlagen. Ich habe das selbst erlebt als Journalistin, als ich zurück kam aus Israel, auch so in den Ferien, wenn man dann über seine Eindrücke gesprochen hat, dass man irgendwie merkt, plötzlich kippt irgendwas um, wo es eine berechtigte Kritik gab und man durchaus darstellt, was für Probleme in Israel und auch in den Palästinensergebieten vorhanden sind, plötzlich kriegt das so einen Ton. Und ich finde, die Aufgabe des Filmes wäre gewesen, genau dieses darzustellen: Wann beginnt eigentlich Antisemitismus, wann ist es sozusagen eine rassistische, menschenverachtende Grundhaltung. Und ich finde, das muss man eben eher abgrenzen, statt es alles zu verrühren."

http://www.deutschlandfunk.de/antisemiti...ticle_id=388747



Immerhin, Fau Poerzgen spricht ihn an den Judenhass der moslemischen Fundamentalisten, der militanten Palästinenser, warum in Gaza "Antisemitismus zu finden, (ist) weil er ist natürlich da, " ist,

Natürlich da ist?

Natürlich ?

Nein - alles andere als das, wo ist da die Trennung zwischen - vom mittelalterlichen Wahn zerfressendem Judenhass und Kritik an der derzeitigen rechtskonservativen Politik ?

Was Berger, Poerzgen so ganz und gar nicht berücksichtigen:

der Judenhass in der zivilisierten Welt wird größtenteils durch vom religiösen Wahn verwirrter islamistischer Fundamentalisten getragen, die während sie am AL Qudstag beispielsweise ihren Hass zelebrieren "Juden ins Gas" etc. brüllen - Synagogen angreifen oder einen Rabbiner in Berlin zusammenschlagen - sie tun das in der zivilisierten Welt nicht mit dem Vorwurf des Christusmordes - wie es der "alte" Hass tat, sondern sie tun dies weil sie der Meinung sind Juden (nicht Israelis) Juden betreiben, neben dem Bestreben nach der Weltherrschaft (die Hamasetc.Terroristen glauben ja, die Protokollen der Weisen von Zion, wären ein Tatsachenbericht)Juden betreiben die systematische Vernichtung aller Palästinenser (was natürlich eine Lüge ist)

Berger und co. vergessen, der Judenhass moslemischer Fundamentalisten (hier führt die Reportage etliche Rapper an) berufen sich in ihrem Hass auf den Konflikt der Palästinenser - was also liegt da näher als diesen zu beleuchten und ein paar Sachen gerade zu rücken.

Das etliche Millionenbeträge an Fördermitteln in den Taschen der palästinensischen Terrorchefs fließen, anstatt zu Ottonormalpalästinenser - oder das Hilfsorganisationen mit Mitteln Der EU Israel zu boykottieren versuchen ist nun mal Tatsache.

Genauso wie es eine Tatsache ist, das etliche Juden aus der EU nach Israel auswandern, gerade wegen des moslemischfundamentalistischen Judenhasses.

Das man nach Gaza einfach einreisen sagen die Macher des Filmes übrigens nicht, auch sie sprechen von Kontrollen - sie beziehen sich aber ironisch auf den Todenhöfer (oder wie der sich schreibt) der ja durch das Waffenschmuggeltunnelsystem krabbelte ... was er nicht gemusst hätte.

Das war pure Ironie - und Ironie ist nicht jedermanns Sache.

Fußnote:
es ist so typisch von sog. Kritikern, dass sie mit keinem Wort erwähnen, dass zum modernen malerisch, funamentalistischen Antisemitismus eben auch das Verschweigen des Judenhasses einer Frau Grothe und co gehört oder der von Herrn Abbas (immerhin Präsident Palästinas, der einen Tag später seinen Judenhass zu relativieren versuchte) oder der Judenhass der "Reichsbürger", der Rapper etc., das nennen die Kritiker dann eben Objektiv.

So Sindse eben.

#150 RE: Pressefreiheit à la Carte von Bin Online 19.06.2017 21:34

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Alan Posener heute auf FB:

Haben Sie sich das eigentlich angesehen, bevor sie gegen den "obsessiven Anti-Antisemitismus" hetzten, lieber Jakob Augstein? Es ist gewiss ein einseitiger Film. Endlich. Endlich ein zorniger, ungerechter, pro-israelischer Film, ein Film, der sich nicht schämt, für die Juden und den jüdischen Staat und gegen den verlogenen Anti-Imperialismus, den Antizionismus und den Antisemitismus Partei zu ergreifen. Und darum trotz allen Fehlern ein guter Film, der gut tut.

Posener führt den gebürtigen Journalisten gerne vor.

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