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#16 RE: Speicherung von DNA-Codes von merte 10.05.2017 14:21

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George Orwell rotiert im Grabe, so viel abartige Phantasie hatte selbst er nicht, oder?
Der Staat gegen die Bürger, 1.mal sind Alle verdächtig!

#17 RE: Speicherung von DNA-Codes von Bin Online 10.05.2017 14:25

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Nur derjenige mit der richtigen DNA ist verdächtig.
Ist doch logisch oder?

#18 RE: Speicherung von DNA-Codes von merte 10.05.2017 14:30

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Ja, bislang sind solche Speicheltests frw, dann wird jeder verdächtigt, vorsorglich!
Erinnert mich bueschen an Monsieur Haussmann, der plante für Paris breite, gerade Strassen und freie Plaetze, nicht wegen der Touristen, sondern wegen der Kanonen!

#19 RE: Speicherung von DNA-Codes von Händisch 10.05.2017 16:46

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Zitat von Jade im Beitrag #15
Warum sollte es die denn "rein rechtlich" niemals bei uns geben?
WAS würde denn gegen eine solche Verpflichtung sprechen?
Es werden ja auch schon via Passport resp. Ausweis persönliche Erkennungsmerkmale verpflichtend angeführt. Da kann auch keiner hingehen und sagen, dass er nicht möchte, dass seine Augenfarbe angeführt wird o.a.

Vergleich hinkt etwas - ich weiß. ...

Ich habe nicht gesagt, dass das rechtlich nicht möglich wäre, sondern vielmehr, dass das niemals so politisch realisiert werden würde. in
Einzelfällen, wenn es einen bestimmten Kreis von Leuten betrifft, aber niemals flächendeckend und "präventiv".
Politisch nicht durchsetzbar. Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Nicht grundlos sind z. B. Organspenden freiwillig und auch DNA-Fingerab-
drücke zu nehmen nur dann zulässig, wenn es begründeten Verdacht auf ein Kapitalverbrechen bereits gibt. Eine DNA-Analyse ist hier auch
etwas gänzlich anderes, als signifikante äußerliche Erkennungsmerkmale zum Zwecke von Zöllen, nicht vergleichbar. Ich denke auch nicht,
dass dahingehendes bestehendes Recht geändert werden würde.

#20 RE: Speicherung von DNA-Codes von Händisch 10.05.2017 16:52

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Zitat von Bin Online im Beitrag #17
Nur derjenige mit der richtigen DNA ist verdächtig.
Ist doch logisch oder?

Es wird aber auch nicht so kommen, dass pauschal alle Bürger per se als Desoxyribonukleinsäure-Analyse gespeichert werden könnten.
Das halte ich für politisch nicht durchsetzbar absolut ausgeschlossen. Und auch gut so..
Ein Anfangsverdacht und nur in Fällen von Kapitalverbrechen wie Mord und schwerer Raub etc. muss sehr detailliert begründet werden.

#21 RE: Speicherung von DNA-Codes von Jade 10.05.2017 17:05

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Zitat von Händisch im Beitrag #19
Zitat von Jade im Beitrag #15
Warum sollte es die denn "rein rechtlich" niemals bei uns geben?
WAS würde denn gegen eine solche Verpflichtung sprechen?
Es werden ja auch schon via Passport resp. Ausweis persönliche Erkennungsmerkmale verpflichtend angeführt. Da kann auch keiner hingehen und sagen, dass er nicht möchte, dass seine Augenfarbe angeführt wird o.a.

Vergleich hinkt etwas - ich weiß. ...


Ich habe nicht gesagt, dass das rechtlich nicht möglich wäre, sondern vielmehr, dass das niemals so politisch realisiert werden würde. in
Einzelfällen, wenn es einen bestimmten Kreis von Leuten betrifft, aber niemals flächendeckend und "präventiv".
Politisch nicht durchsetzbar. Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Nicht grundlos sind z. B. Organspenden freiwillig und auch DNA-Fingerab-
drücke zu nehmen nur dann zulässig, wenn es begründeten Verdacht auf ein Kapitalverbrechen bereits gibt. Eine DNA-Analyse ist hier auch
etwas gänzlich anderes, als signifikante äußerliche Erkennungsmerkmale zum Zwecke von Zöllen, nicht vergleichbar. Ich denke auch nicht,
dass dahingehendes bestehendes Recht geändert werden würde.


Nun hieß das aber in Ihrem #14

Zitat von Händisch im Beitrag #14
Ja, schon klar, aber eine solche MEGA-Bank wird es bei uns rein rechtlich niemals geben.


Und deshalb wollte ich - und will immer noch - wissen, warum denn nicht.

#22 RE: Speicherung von DNA-Codes von Jade 10.05.2017 17:08

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Zitat von Händisch im Beitrag #20
Zitat von Bin Online im Beitrag #17
Nur derjenige mit der richtigen DNA ist verdächtig.
Ist doch logisch oder?

Es wird aber auch nicht so kommen, dass pauschal alle Bürger per se als Desoxyribonukleinsäure-Analyse gespeichert werden könnten.
Das halte ich für politisch nicht durchsetzbar absolut ausgeschlossen. Und auch gut so..
Ein Anfangsverdacht und nur in Fällen von Kapitalverbrechen wie Mord und schwerer Raub etc. muss sehr detailliert begründet werden.



Es muss doch erst einmal gar keine Begründung geben, wenn gefundene DNA-Spuren mit denen in der Datenbank gespeicherten verglichen werden. Danach kann dann ein Verdacht entstehen.
Und ein Täter nun einmal schneller ermittelt werden.

#23 RE: Speicherung von DNA-Codes von Händisch 10.05.2017 17:16

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Zitat von Jade im Beitrag #21
Und deshalb wollte ich - und will immer noch - wissen, warum denn nicht.

Ich hatte das bereits wiederholt beantwortet: ich halte das hier in D. für weder politisch, noch ohne
weiteres für rechtlich durchsetzbar.

GG, Art. 2

Zitat
Art. 2

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.


Ohne gravierenden Verdacht auf ein Kapitalverbrechen hin pauschal von allen Bürgern DNA-Proben anzulegen und zu spreichern
kann es mit unserem GG niemals geben. Das würde eine Verfassungsänderung erfordern (und das GG ist die deutsche Verfassung)
und eine solche entspräche dann einem autoritären Staatssystem.

Zitat von Jade im Beitrag #22
Es muss doch erst einmal gar keine Begründung geben, wenn gefundene DNA-Spuren mit denen in der Datenbank gespeicherten verglichen werden. Danach kann dann ein Verdacht entstehen.
Und ein Täter nun einmal schneller ermittelt werden.

Wollen Sie den "gläsernen Menschen", auch den "gläsernen Patienten" in der Folge? Orwell läst grüßen...
Dann können wir auch gleich den kompletten Datenschutz u. ä. über Bord werfen..; und eine Menge Ressourcen
"sparen" und so ganz nebenbei auch noch viele Leute arbeitslos machen.

#24 RE: Speicherung von DNA-Codes von Bin Online 10.05.2017 17:39

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Irgendwann wird es Standard sein, biometrische Passfotos wurden auch erlaubt.

#25 RE: Speicherung von DNA-Codes von Händisch 10.05.2017 17:44

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Zitat von Bin Online im Beitrag #17
Irgendwann wird es Standard sein, biometrische Passfotos wurden auch erlaubt.

Davon gehe ich nicht aus, denn ein biometrisches Bild kann gefälscht werden, eine DNA-Analyse nicht, jedenfalls
nicht mit Methoden aus dem Hinterhof. Und eine politische Fürsprache für den gläsernen Bürger wird es in diesem
Land jedenfalls nicht so bald geben, mehrheitlich. Faschismus pur.

#26 RE: Speicherung von DNA-Codes von Luftdrache 10.05.2017 20:13

Zitat von Händisch im Beitrag #23

Ohne gravierenden Verdacht auf ein Kapitalverbrechen hin pauschal von allen Bürgern DNA-Proben anzulegen und zu spreichern
kann es mit unserem GG niemals geben. Das würde eine Verfassungsänderung erfordern (und das GG ist die deutsche Verfassung)
und eine solche entspräche dann einem autoritären Staatssystem.


Und wo wäre da noch der Unterschied zu Ländern wie der Türkei?
So ein Maßnahme würde eher dorthin passen.

#27 RE: Speicherung von DNA-Codes von merte 10.05.2017 20:33

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Auf die Idee, ein ganzes Volk zu katalogisieren ist noch keiner gekommen, oder?
Die muessen ja fürchterlich Angst haben.

#28 RE: Speicherung von DNA-Codes von Bin Online 10.05.2017 22:28

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Zukünftig werden eh die meisten Menschen über ein "NFC-Chip-Implantat" nutzen. Der Chip öffnet die Haustür, ist ein Autoschlüssel, ist ein Personalausweis, ist ein Zahlungsmittel (Bargeld soll abgeschafft werden), ist ein medizinischer Assistent (Erstdiagnose bei Unfällen, Schlaganfall etc.), eine Patientenkartei und und und. Der Chip wird der persönliche Assistent des Menschen werden.
Da wird dann auch die DNA dabei sein, bei Erbkrankheiten wird sie längst verwendet.

#29 RE: Speicherung von DNA-Codes von Händisch 10.05.2017 23:01

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Zitat von Bin Online im Beitrag #28
Zukünftig werden eh die meisten Menschen über ein "NFC-Chip-Implantat" nutzen. Der Chip öffnet die Haustür, ist ein Autoschlüssel, ist ein Personalausweis, ist ein Zahlungsmittel (Bargeld soll abgeschafft werden), ist ein medizinischer Assistent (Erstdiagnose bei Unfällen, Schlaganfall etc.), eine Patientenkartei und und und. Der Chip wird der persönliche Assistent des Menschen werden.
Da wird dann auch die DNA dabei sein, bei Erbkrankheiten wird sie längst verwendet.

Was und wann auch immer die Zukunft bringen mag, worüber Sie hier sprechen, bleibt zunächst einmal pure Science Fiction.
Die Gesundheitsunternehmen (Gesundheitsministerium, Kassen, Dienstleister IT [in erster Linie Telecom] etc.) bringen es ja
noch nicht einmal nach vielen Jahren zustande, eine elektr. Karte zustande zu bringen, die sowohl hohen Nutzen als auch
Datenschutz gewährleisten könnte. Die über vierzehnjährige Entwicklung dieses Projekts hat bis heute die Beitragszahler
seit dem Start vor vierzehn Jahren bereits weit mehr als eine Milliarde Euro gekostet. Nun gibt es einen Testlauf dessen, in
ausgesuchten Kliniken und Praxen seit etwa zwei Jahren, weder flächendeckend, noch wirklich praktikabel.

Vergessen Sie es, Bin O., Science Fiction bleibt SF, zumindest lange, lange Zeit, wenn denn überhaupt.

#30 RE: Speicherung von DNA-Codes von Bin Online 10.05.2017 23:18

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Derzeit laufen in Skandinavien und den USA Modellversuche über die "pure Science Fiction".
Die Dinger werden unter die Haut gespritzt und funktionieren bereits. Sie kosten rund 70 Euro.

Hier sitzt der Chip: genau zwischen Daumen und Zeigefinger.
Geht es nach der Firma Digiwell, die ihre smarten Implantate auf der Cebit einpflanzt,
wandern solche Chips bald auch noch in ganz andere Körperteile.

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