#1 Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von Orbiter1 18.10.2017 16:26

Grund ist das schlechte Abschneiden der CDU bei der Bundestagswahl in Sachsen. Bekanntlich hat die AfD dort die meisten Stimmen geholt. Das hat ja ganz schön lange gedauert. Und wie man sieht war es nicht sehr hilfreich über lange Zeit Augen und Ohren zu schließen wenn sich Rechte in Sachsen nach Belieben betätigt haben. Die Polizei hatten sie ja dort nicht zu fürchten. Die breiten sich immer weiter aus wenn man ihnen nicht entgegentritt. Tillich war ein lausiger Ministerpräsident.

#2 RE: Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von Orbiter1 18.10.2017 16:51

Wieso ausgerechnet Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer sein Nachfolger werden soll ist für mich nicht nachvollziehbar. Der hat bei der Bundestagswahl seinen Wahlkreis Görlitz an die AfD verloren (Direktmandat Tino Chrupalla) und hat keine blasse Ahnung was denn der Grund dafür gewesen sein könnte. https://www.welt.de/politik/deutschland/...-fuer-mich.html Und dass soll der neue sächsische Ministerpräsident werden? Weiss die CDU in Sachsen noch was sie tut?

Und hier das Highlight aus dem verlinkten Artikel:

"DIE WELT: Sie sagen, Sie hatten persönlich keinen Plan B, falls Sie nicht gewinnen. Sie hatten auch keine Absicherung durch einen Listenplatz. Wieso nicht?

Kretschmer: Der Abgeordnetenberuf ist, wenn man ihn ernst nimmt, so ausfüllend, dass man sich nicht ständig überlegt: Was mache ich, wenn das nicht klappt? Ich war 15 Jahre begeisterter Abgeordneter und hätte es gern weitergemacht. Jetzt kommt es anders, das akzeptiere ich. Ich werde mich auch neu orientieren."

Jetzt hat er sich ja neu orientiert und wird sächsischer Ministerpräsident. Für Looser in der Politik findet sich immer ein warmes Plätzchen.

#3 RE: Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von Bin Online 18.10.2017 16:57

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Ob was Besseres nachkommt?
Die Sachsen-CDU kommt mir schon seit längerer Zeit als ein dubioser Haufen vor.
Es waren einfach zu viele Skandale, mal im Rotlicht, mal beim Umweltschutz und soll Sachsen noch eine der ganz großem Geldwaschmaschinen für die Mafia sein.

#4 RE: Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von PINGUIN 18.10.2017 17:06

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Ich habe mir mal eben bei Wikipedia dessen Vita angesehen. Der Herr Kretschmer hat noch nie in seinem Leben richtig gearbeitet.

nur so am Rande : Kretschmer geriet zu Beginn des Jahres 2010 die CDU Sachsen in die Sponsoring-Affäre, indem er an Unternehmen Angebote mit einer gestaffelten Preisliste verschickte. Danach konnten sie ab 1900 Euro ein Werbefoto mit dem CDU-Landesvorsitzenden, Ministerpräsident Tillich, erhalten und für 3900 oder 5900 Euro ein Gespräch mit ihm führen und in einer Rede von ihm erwähnt werden. Das stieß auf Kritik der parlamentarischen Opposition und von Rechts- und Politikwissenschaftlern, die von der Grenze zur Korruption sprachen.

Eine ganz linke Bazille ist der

#5 RE: Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von Orbiter1 18.10.2017 19:09

Die Zeit kommt bei der Einschätzung von Tillich und Kretschmer auf die gleichen Erkenntnisse wie wir. http://www.zeit.de/politik/deutschland/2...h-tritt-zurueck Vielleicht kann denen jemand eine Rechnung schicken. Wir waren schneller.

#6 RE: Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von Bin Online 18.10.2017 20:37

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Aber den wahren Grund für seinen Rücktritt wissen wir nicht, eigentlich hätte er ja nicht zurücktreten müssen.

#7 RE: Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von Orbiter1 18.10.2017 20:52

Zitat von Bin Online im Beitrag #6
Aber den wahren Grund für seinen Rücktritt wissen wir nicht, eigentlich hätte er ja nicht zurücktreten müssen.
Selbstverständlich musste er zurücktreten. Merkels CDU hat bei der Bundestagswahl fast 3 mal soviele Stimmen geholt wie die AfD, Tillichs Sachsen-CDU ist bei der Bundestagswahl sogar hinter der Sachsen-AfD gelandet. Für solche Versager gibt es keinen Platz in der Union.

#8 RE: Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von Bin Online 18.10.2017 21:14

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Wenn ich nichts übersehen habe, dann gab es keine Rücktrittsforderungen wie z.B. bei Seehofer.

Zitat von Stanislaw Tillich
„Es braucht den Mut, gewohnte Bahnen zu verlassen.“ Deshalb habe er sich entschlossen, die Verantwortung in jüngere Hände zu übergeben.

Gut, Biedenkopf meckerte etwas rum aber der ist ja nicht mehr aktuell.
Mit Jamaika muss die Union weiterhin gegenüber den Flüchtlingen Kreide fressen, vielleicht wollte er sich das nicht antun?

#9 RE: Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von Einherier 19.10.2017 09:01

Zitat von Bin Online im Beitrag #8
Wenn ich nichts übersehen habe, dann gab es keine Rücktrittsforderungen wie z.B. bei Seehofer.

Zitat von Stanislaw Tillich
„Es braucht den Mut, gewohnte Bahnen zu verlassen.“ Deshalb habe er sich entschlossen, die Verantwortung in jüngere Hände zu übergeben.
Gut, Biedenkopf meckerte etwas rum aber der ist ja nicht mehr aktuell.
Mit Jamaika muss die Union weiterhin gegenüber den Flüchtlingen Kreide fressen, vielleicht wollte er sich das nicht antun?



Er hat kommen sehen, daß die CDU bei zuviel Zugeständnissen an die grüne Pest in Sachsen weitere Verluste für die CDU bei den nächsten Wahlen anstehen werden.

Eigentlich war mir der Stanislaw sehr sympathisch.... aber leider zu weich für diesen Posten!

#10 RE: Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von Bin Online 19.10.2017 09:36

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Ich hatte nie zu ihm eine Meinung, so genau beobachte ich Landespolitik nicht.
Mir kommt halt der plötzliche Rücktritt etwas spanisch vor.
Bei der sächsischen Skandaldichte ist erwas Misstrauen schon angesagt.

#11 RE: Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von Bin Online 19.10.2017 20:15

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Der letzte Tropfen kam vom Chiemsee


Drei Menschen tragen die Verantwortung für das Scheitern des sächsischen Ministerpräsidenten: Stanislaw Tillich selbst, weil er häufig überfordert wirkte. Angela Merkel, weil ihre Politik der AfD half. Und Kurt Biedenkopf.

Der ntv-Artikel erklärt es ganz gut.

http://www.n-tv.de/politik/Der-letzte-Tr...le20092326.html

#12 RE: Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von Orbiter1 21.10.2017 08:35

Zitat von Orbiter1 im Beitrag #1
Und wie man sieht war es nicht sehr hilfreich über lange Zeit Augen und Ohren zu schließen wenn sich Rechte in Sachsen nach Belieben betätigt haben. Die Polizei hatten sie ja dort nicht zu fürchten. Die breiten sich immer weiter aus wenn man ihnen nicht entgegentritt.
Der lässige Umgang mit den Rechten ist in Sachsen weit verbreitet. Auch bei den Fußballfans.

"Conrad Lippert ist schon seit einigen Jahren bei Roter Stern Leipzig aktiv. Dennoch ist der Pressesprecher und Sicherheitsbeauftragte des Vereins immer wieder überrascht, wie in Sachsen damit umgegangen wird, wenn rechtsextreme Fans pöbeln, beleidigen und gewalttätig werden. Nämlich genau so, wie nach den Vorkommnissen von Schildau am vergangenen Wochenende: Der gastgebende Verein will die Täter noch nie gesehen haben, der zuständige Sächsische Fußballverband (SFV) schweigt. Schiedsrichter Stefan Gärtner schreibt von "Provokationen" - meint dabei aber weder die Attacken noch die rechten Parolen, sondern ein Anti-Nazi-Bekenntnis auf den Shirts von Leipziger Fans."

Gottseidank war auch die Polizei im Stadion und hat die Provokationen beendet und für Ruhe und Ordnung gesorgt.

"Was Lippert infam findet, ist der Vorwurf, die Sterne-Fans seien selbst Schuld an den Vorkommnissen. Sie hätten sie durch das Tragen von Shirts mit dem Aufdruck "Nazis raus aus den Stadien" provoziert, die sie dann auf Geheiß der Polizei ausziehen mussten." http://www.spiegel.de/sport/fussball/rot...-a-1173755.html

Da darf man sich nicht wundern wenn sich die Rechten immer mehr rausnehmen. Das T-Shirt mit dem "provozierenden" Text gibt's ganz offiziell beim DFB.

#13 RE: Der sächsische Ministerpräsident Tillich tritt zurück von Bin Online 21.10.2017 12:22

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In Dortmund sah man der Naziszene, die sich auf der Tribüne breitmachte, auch lange zu. Hier bei 1860 tat man auch erst was, als die Presse die Zustände anprangerte.
Allgemein sehe ich hier ein Versagen der Politik, nach Hoyarswerda hätte man die entsprechenden Gesetze entsprechend verschärfen bzw. ändern müssen.

Im südthüringischen Themar hitlerten Neonazis öffentlich und vor der Polizei ab, die nur zuguckte. In Bayern nur schwer vorstellbar.
In Thüringen regiert übrigens die SED 2.0, der Genosse Staatssekretär äh Ministerpräsident ist ein gelernter Würstelverkäufer aus dem Westen.

http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/...konzert104.html

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