#1 Landtagswahl in Bayern Wählerwanderung im Faktencheck von Sybilla 18.10.2018 10:44

n der Phönix Runde vom 17.10.18 wurde bei Minute 26 -27 argumentiert die CSU habe die meisten Stimmen an die Grünen verloren.

Faktencheck

Die CSU hat 5.047.006 Stimmen oder 37,2 % erreicht das ist ein minus von -589.419 Stimmen oder -10,4 %

Die Grünen haben mit 2.377.766 stolze 17,5 % erreicht +1.358.393 Stimmen oder +8,9 %

Die Wählerwanderung von infratest dimap für die ARD

Laut der Daten aus der Wahltagsbefragung von infratest dimap für die ARD hat die CSU welch ein Zufall, nahezu gleich viele Stimmen an Grüne, AFD und FW verloren. Soll ich das wirklich ernst nehmen?

180.000 Stimmen an die Grünen
180.000 Stimmen an die AfD
170.000 Stimmen an die FW
40.000 Stimmen an die FDP

das sind in der Summe 570.000 verlorene Stimmen

Gewonnen hat sie laut der Erhebung in der Wahltagsbefragung von infratest dimap für die ARD

100.000 Stimmen von der SPD
200.000 Stimmen von den Nichtwählern


Also hat die CSU nach dieser Erhebung 270.000 Zweitstimmen verloren
Leider fehlen in dieser Erhebung die Wählerwanderung der Stimmen für die Direktmandate der Wahlkreise. Was in der Wahltagsbefragung von infratest dimap für die ARD nicht beachtet wurde ist die Besonderheit im bayerischen Wahlsystem, dass die Erststimme Stimmkreiskandidat*in (Erststimme) und die Stimme für die Parteiliste (Zweitstimme) zum Gesamtstimmenergebnis addiert werden. So fehlt nun eine Aussage über die Wählerwanderung der 229.419 verlorenen Erststimmen der CSU

Das ist eine lückenhafte und wie ich meine zweifelhafte Erhebung, die auf dem Vertrauen der Wahltagsbefragung und der Ersteller dieser Erhebung beruht. Was klar erkennbar bleibt ist die Erkenntnis das die CSU mehr Stimmen an AFD Freie Wähler und FDP (390.000) verloren hat als an die Grünen (180.000)

Aufgrund dessen ist die Aussage in der Phönix Runde vom 17.10.18 diese bei Minute 26 -27 gesprochen wird „die CSU habe die meisten Stimmen an die Grünen verloren“ als Fakenews oder Alternativer Fakt zu werten.


Wahlanalyse

Wer die Wählerwanderungen nicht so lange im Kreis verschiebt, bis die ideologisch richtige Aussage getroffen werden kann. (Die CSU und der Innenminister Horst Seehofer haben aufgrund ihrer falschen Asylpolitik/Aussagen viele Stimmen an die Grünen verloren) Der kann sehr schnell erkennen das sich die Wählerstimmen nur innerhalb der traditionellen politischen Lager aus zu einem CSU, Freie Wähler, AFD und FDP und zum anderen im linke politischen Lager aus Grüne und SPD verschoben haben.

Die Begründung:

Die CSU hat 5.047.006 Stimmen oder 37,2 % erreicht das ist ein minus von -589.419 StimmenStimmen oder -10,4 %

Die Freien Wähler haben mit 1.571.288 Stimmen 11,6 % eine Zuwachs an +508.735 Stimmen oder +2,6 %

Die AFD kann aus dem Stand null 1.383.866 Wählerstimmen oder 10,2 %für sich verbuchen

Die FDP erreichte mit 687.842 Wählerstimmen 5,1 % einen Zuwachs von 297.804 Stimmen oder 3,3 %

Somit erreichten die konservativen und neoliberalen Parteien CSU, Freie Wähler, AFD und FDP in der Summe 8.690.002 Gesamtstimmen oder 64,14 %

Ansonsten haben sich die Wählerstimmen von der SPD zu den Grünen verschoben. Für die Grünen ein Grund zur Freude für die SPD ein Debakel sie hat nur noch 1.317.942 Gesamtstimmen 9,7 % erreichen können. Hingegen die SPD -1.119.459 -10,9 % verloren hat. Haben die Grünen mit 2.377.766 stolze 17,5 % erreicht + 1.358.393 Stimmen oder +8,9 %

Nur wer das Wahlverhalten der Wähler solange im Kreis verschiebt bis es zur gewünschte Aussage passt kann anderes erkennen, dagegen spricht aber das sich das Verhältnis der politischen Ausrichtung zwischen konservativ,neoliberal (CSU,Freie Wähler,AFD und FDP) und liberal-links (Grüne und SPD) nur sehr geringfügig verändert hat

Wahlbeteiligung +849.198 Wähler

Die Wahlanalyse der Wählerwanderung der Wahl in Bayern in den "Qualitätsmedien" sind vom ideologischen Denken geprägt.

So suggerieren diese die CSU hätte an die Grünen verloren das ist möglich aber nicht wahrscheinlich, wahrscheinlicher ist das sich die Wähler*innen von der SPD zur den Grünen innerhalb des Spektrums verschoben haben, wie ich weiter oben bereits anhand der Stimmengewinne/Verluste aufgezeigt habe.

Ebenso klar ist, anhand der Stimmengewinne/Verluste, das sich die konservativen Wähler*innerhalb des Blocks der CSU/FW und AFD und FDP aufgesplittet haben. Das Problem für die CSU ist, dass es rechts neben der CSU eine neue politische Kraft gibt an diese wurden seitens der CSU die meisten Wähler verloren.

Leider ist das auch für die Mitte die SPD und Grüne sowie der Linken ein Problem.

Die Qualitätsmedien" mit ideologischen Denken" die Welt, so wie Sie ihren Ideologen gefällt. Objektiv ist das nicht, das ist reine Manipulation der Masse.

Quellen Der Zahlen
Landtagswahl am 14. Oktober 2018 – Landeswahlleiter vorläufiges Ergebnis

14.10.2018, 20 Uhr; Quelle: Daten aus der Wahltagsbefragung von infratest dimap für die ARD (Salden aus Zuwanderung und Abwanderung)

#2 RE: Landtagswahl in Bayern Wählerwanderung im Faktencheck von Bin Online 19.10.2018 15:41

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Grüße Dich @Sybilla,

zuerst einmal ein Dankeschön für Deine Mühe, die Du Dir mit Deiner Wahlanalyse gemacht hast!

Im Prinzip, Wählerwanderung hin oder her, hat sich in den letzten Jahrzehnten nichts getan.
Die ideologischen Blöcke sind praktisch seit 1978 unverändert.



Für mich zählen eigentlich die 200.000 Nichtwähler, die der CSU aus der Patsche halfen.
Die gingen zur Wahl, weil sie keine signifikante Änderungen wollten.
"Unsere stabilen Verhältnisse" sind das Wchtigste, hieß es Land auf und Land ab.
Und ehrlich gesagt, ich war auch schon drauf und dran, die CSU zu wählen.
Mit den Grünen habe ich gar nichts am Hut und deren "Änderungen" in BW oder Hessen, reißen mich auch nicht gerade vom Hocker.
In Hessen hat sich der Landeselternbeirat einstimmig gegen den neuen Sexualunterricht entschieden, der schwarz-grünen Regierung war dies egal, sie setzte ihre Gesetzesvorlage durch. Unter Demokratie verstehe ich was anderes.
Ob ein 10-jähriges Kind wirklich schon über die Raffinessen beim Analverkehr Bescheid wissen muss? Also ich weiß nicht, ich bin da eher dagegen.

Die Grünen sprechen von einem nötigen Politikwandel und hier frage ich zurück, was soll sich denn wandeln?
Und was kann eine Landesregierung schon großartig wandeln?
Die Grünen wollen in Bayern die Polizeirechte beschneiden und die Grenzen öffnen. Damit punkten sie vielleicht in einigen Stadtvierteln, am Land - und Bayern ist ein Flächenstaat - gewinnen sie damit keinen Blumentopf.

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