#1 Der europäische Traum und die Integration: Warum es Zeit ist, mit ein paar Vorurteilen über die armen Flüchtlinge aufzuräumen von Bin Online 20.01.2019 18:56

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Der europäische Traum und die Integration:
Warum es Zeit ist, mit ein paar Vorurteilen über die armen Flüchtlinge aufzuräumen


Mancher Europäer fühlt sich erhaben, wenn er auf Flüchtlinge herunterblicken kann. Doch mancher Flüchtling, der in Europa ankommt, ist in seiner Lebenseinstellung aufgeklärter als viele Europäer. Eine Justierung der Perspektiven.

Von Kacem El Ghazzali 19.1.2019, NZZ


https://www.nzz.ch/feuilleton/integratio...-nie-ld.1452048



Ist ein sehr interessanter Artikel, da er auf aufzeigt, dass unter Migranten Menschen dabei sind, die sich sicher nicht integrieren müssen.

Textauszüge, die mir besonders aufgefallen sind.

"Ensaf Haidar, die Frau des saudiarabischen Schriftstellers und politischen Gefangenen Raif Badawi, zählt zu denjenigen, die längst angekommen waren, bevor sie physisch ankamen. Als Raif wegen Beleidigung des Islams und der Einrichtung eines liberalen Internetforums verhaftet und zu zehn Jahren Gefängnis und tausend Peitschenhieben verurteilt wurde, sah sich Ensaf gezwungen, Saudiarabien mit ihren drei Kindern als Flüchtling Richtung Kanada zu verlassen. Ich kenne die mutige Frau.

Und ich fragte sie nach ihrem neuen Leben in der kanadischen Gesellschaft. Ihre Antwort, so klar wie aufrichtig:

«Ich brauchte keine Integration. Ich kam bereits voll integriert an.»"


Aber er schreibt auch:

""Sprachkenntnisse und finanzielle Unabhängigkeit sind zwar zwingende Voraussetzung für eine gelingende Integration, doch umfasst der Integrationsprozess weit mehr. Sonst wäre Mohammed Atta, einer der Terroristen des 11. Septembers, der in Deutschland studierte, ein Beispiel für gelungene Integration.""

...auch prägnant

"Wer nicht bereit ist, diese Werte anzunehmen und zu verteidigen; wer von den Vorzügen der Moderne profitieren möchte, aber die Moderne ablehnt, wenn es um persönliche Freiheit und Liberalismus geht; wer das Hohelied der Identitätspolitik anstimmt, wonach die Zugehörigkeit eines Menschen zu einem Kollektiv sein Verhalten bestimmt, nun, der sollte konsequenterweise sein Exil ausserhalb Europas suchen."

https://www.nzz.ch/feuilleton/integratio...-nie-ld.1452048

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