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#16 RE: ... Karl May ... komplett von 23.09.2012 07:59

Der Mahdi starb 1885 in Omdurman / Sudan unter ungeklärten Umständen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mahdi-Aufstand

#17 RE: ... Karl May ... komplett von Spitzbube 23.09.2012 08:52

Da irrt Wiki. Auch den hat der Bilderberger Karl May auf dem Gewissen Kerbholz.

#18 RE: Karl May - 100. Todestag / komplett von Einherier 23.09.2012 12:02

Er soll fleißig abgeschrieben haben bei Gabriel Ferry, Charles Sealsfield alias Postl, Friedrich Gerstäcker, Armand uva. authentischen Wildwestautoren.

Seis drum,
als Jungs von 12-14 Jahren haben wir seine Wildwestromane verschlungen, als es noch kein Fernsehen gab und waren todtraurig, als wir erfahren mußten; alles erfunden, nichts davon wahr!

#19 RE: Karl May - 100. Todestag / komplett von 24.09.2012 09:38

Als ich im besten Karl May Alter war, lasen auch Mitschüler diese Romane. Einer davon hatte die gekürzte Ausgabe. Anscheinend gab es damals schon Leute, die sich nur für die Abenteuer interessierten und sich nicht das andere Gesülze hineinziehen wollten. Ich habe mal einige Seiten davon gelesen, es war so trocken, wie ein alkoholfreies Bier - wertlos!

#20 RE: Karl May - 100. Todestag / komplett von 06.10.2012 17:09



Fiebersümpfe

Karl May beschreibt in seinen Romanen immer wieder die Fiebersümpfe, aus denen giftige Ausdünstungen hochsteigen, die beim Menschen zu den heftigen Fieber Krankheiten führen. Etwa im Sudan oder auf Ceylon und den Andamanen,....

Er hat seine Bücher etwa von 1880 bis 1900 geschrieben. Also war ihm die Übertragung noch nicht bekannt, obwohl der Malaria Erreger Plasmodium bereits 1880 entdeckt worden ist.

Der Infektionsweg erfolgt üblicherweise, indem eine Anopheles Stechmücke einen malariakranken Menschen sticht. In der Mücke kommt es zur Paarung dieses tierischen Erregers - Plasmodium - zur Vermehrung.

Sticht eine infizierte Anopheles Mücke wieder einen Menschen, wird dieser mit Malaria angesteckt.

Die beste Methode gegen Malaria Infektion ist die Vermeidung von Mückenstichen. In diesen Ländern schläft man üblicherweise mit einem Moskitonetz. Tagsüber reibt man sich mit einem Insektenschutz ein.

Nun - Karl May war sehr gut gegen diese Krankheit geschützt. Er reiste fast immer mit dem Finger auf der Landkarte.

Anmerkung: In der Nähe von Linz - Steyregger Au - wurden schon solche Anopheles Mücken gefunden, die Temperaturen wären im Sommer auch hoch genug (über 15 °C ist erforderlich), aber es sind bei uns keine malariakranke Menschen als Infektionsquelle vorhanden.

Anmerkung 2: weltweit sterben jährlich 1 bis 2 Millionen Menschen an Malaria; das ist somit eine der schwersten Infektionskrankheiten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Malaria

#21 RE: Karl May - 100. Todestag / komplett von 28.10.2012 17:34

Das Spätwerk

Der Karl May und seine Verleger/Herausgeber haben seine Geschichten manchmal neu geordnet.

Es gibt 4 Bände - Im Reiche des Silbernen Löwen - welche vom Irak und dem Iran handeln.

Der 2. Band heißt auch - Bei den Trümmern von Babylon - eine Abenteuer Geschichte nach seinem gewohnten Stil. Mit Schiiten, Leichenkarawanen, Schmugglern, Räubern und Soldaten.

Mit dem 3. Band beginnt sein Spätwerk (in Persien). Den Verehrern seiner Abenteuer sei von dieser Lektüre dringend abgeraten.

Die Aussagen sind vorwiegend geistiger Natur, befassen sich mit Leben und Sterben, dem Jenseits, Religionen. Personen erscheinen, die in Wirklichkeit nicht in Persien sind. Das bekommt zunehmend expressionistische Züge, wie auch bei anderen Autoren gegen Ende der Kaiserzeit.

So kommt die Hanneh - die Frau seines Gefährten Halef - ins Bild - nunmehr unverfängliche Situation - weil sie ja nur in Gedanken da ist. Er spricht mit ihr über die Seele - aber das verletzt keinen eifersüchtigen Ehemann und Muslim - weil sie diesmal gar nicht da ist.

Zitat:
„Du, eines Moslem Weib, verurteilt zu des Harems Einsamkeit, hast einem Nasarah (Christen) gegenüber dies Gesetz gebrochen, um dem höheren des Herzens zu gehorchen“.


Seine erste Frau Emma Pollmer erscheint auch als Pekala . Karl May beschreibt sie gar nicht vorteilhaft. Da sieht man, dass sie zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich abgeliebt ist.

Zitat:
"Pekala, mit einem Gesicht „nicht schön, nicht hübsch, nicht lieblich, nicht -- ja, was noch nicht? Es war überhaupt alles nicht, aber es war gut, ja wirklich gut!“


Er war schon in früheren Jahren psychisch gestört (Größenwahn). Damals hatte er schon einige Niederlagen mit Herausgebern und Feinden eingesteckt - hatte seine Illusionen der Frühzeit verloren.

Manchmal habe ich den Eindruck, er hätte nicht nur den köstlichen Dschebeli geraucht, sondern Haschisch. Aber das hat es damals in Deutschland in diesem Angebot wohl nicht gegeben.

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