#1 Die Schriftrollen von Qumran von Bin Online 05.12.2017 01:08

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Zitat von geklaut by Alan Posener via Facebook

Wtf?

Berlin. – „Die Schriftrollen von Qumran sind das bedeutendste Kulturerbe der Christen, vielleicht der Menschheit. Mit ihrer Verweigerung einer Garantie der Rückgabe an den Ausleiher, die israelische Antikenbehörde, hat die Bundesregierung jetzt die Ausstellung der wertvollen Bibelschriften verhindert. Damit schadet sie nicht nur dem Frankfurter Bibelhaus Erlebnismuseum, nicht nur Besuchern, die das 2000 Jahre alte Dokument in Augenschein nehmen wollten, sie schadet vor allem den deutsch-israelischen Beziehungen.“

Diese deutlichen Worte formulierte jetzt Claudia Korenke, Vizepräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, und verwies auf das Jahr 2005, als ein Teil der Tempelrolle im Gropiusbau in Berlin zu sehen war. „Offensichtlich betrachten einzelne Akteure der deutschen Politik mittlerweile jedoch die Interessen der Palästinenser als so wichtig, dass die Staatraison, die uns gegenüber Israel verpflichtet, in Vergessenheit gerät.“

Das Frankfurter Bibelhaus Erlebnismuseum hatte im Jahr 2015 gemeinsam mit der Antikenbehörde in Jerusalem und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eine Absichtserklärung unterzeichnet, der zufolge die Qumran-Rollen in Frankfurt am Main gezeigt werden sollten. Die in diesem Fall übliche Immunitätserklärung - die Garantie, dass die Exponate an ihren Besitzer zurückgegeben werden - erteilte das Berliner Staatsministerium für Kultur und Medien lediglich für drei Schriftrollen aus Massada, nicht jedoch für die Textrolle aus Qumran, dem Fundort, der im Westjordanland liegt.
(...)
Österreich und die Niederlande hatten zuvor eine Immunitätserklärung problemlos ausgestellt.

Berlin, 04.12.2017


Vermutlich will man die Leute, die noch nicht so lange hier leben, nicht erregen.



Hier wird dieser Fall ausführlich beschrieben.

#2 RE: Die Schriftrollen von Qumran von Einherier 05.12.2017 08:22

Es ist hinreichend klar, daß die Rollen zur jüdischen Geschichte gehören und auf historischem jüdischen Grund und Boden gefunden wurden.
Daraus nicht die eindeutige Pflicht zu erkennen, diese Rollen an den Staat Israel zurückzugeben, scheint nur der deutschen Politik nicht klar zu sein.

#3 RE: Die Schriftrollen von Qumran von Bin Online 05.12.2017 12:58

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Die Vereinbarung, dass die geliehenen Gegenstände garantiert zurückgegeben werden, ist eine internationale Gepflogenheit, ansonsten könnte jeder, mittels Klage, eine Rückgabe, aus welchen Gründen auch immer, verhindern bzw. hinauszögern.

Im Falle der Schriftrollen von Qumran bezweifelt die Bundesbeauftragte für Kultur, Frau Monika Grütters. Wir erinnern uns, dass ist die verantwortliche Person, die im Fall Gurlitt unter dem Verdacht der Raubkunst nach einer Hexenjagd auf einen alten kranken Mann eine ca. 1500 Werke umfassende Kunstsammlung beschlagnahmen ließ. Zu unrecht, wie wir heute wissen.

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